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Markus' neuer Tesla
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Der kalifornische Hersteller Tesla schreibt mit seinen Elektroautos und dem zugehörigen Mobilitätskonzept seit 2003 Automobilgeschichte.
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THEMA: Markus' neuer Tesla
#584562
Aw: Markus' neuer Tesla 18.02.2020 15:56 - vor 1 Monat, 3 Wochen  
Ich bin heute etwa 150 km gefahren, 80% davon Autobahn mit dem Autopiloten. Sehr angenehm und komfortabel, diesen benutzen zu können. Es macht echt Laune mit dem Tesla zu fahren. Das Fahrgefühl ist sanft und das Auto vermittelt mit seinem wirklich guten Fahrwerk Souveränität und besonders durch die Benutzung des AP sehr viel Sicherheit.
Ein wenig nervt nur die immer wieder auftauchende Meldung "Lenkrad bewegen". Es reicht leider nicht, mit den Händen einfach das Lenkrad anzufassen. Es muss definitiv bewegt werden, was meiner Meinung nach nicht sein müsste. Das Drehmoment der Bewegung muss geschätzt 50% des Moments sein, das man benötigt um den AP damit zu deaktivieren.
Ich frage mich, ob man mit dem Paket "Volles Potential für autonomes Fahren" da eine andere Erfahrung macht...

Nach den Beobachtungen der letzten Tage, was die Entladung des Akkus angeht, habe ich heute etwas genauer darauf geachtet. Ohne das bis jetzt schriftlich dokumentiert zu haben, gehe ich von etwa 1,5 Prozentpunkten Akkuentladung pro 24 Stunden aus.

Seltsam ist aber folgendes: In der Anzeige gibt es ja die Werte "Seit letzter Ladung". Die Energie, die dort angezeigt wird, sollte ja die Benutzung zusätzlicher Verbraucher berücksichtigen, also alles, was während der Fahrt aktiv war und Strom benötigt hat, inkl. Klima und Akkutemperaturmanagement.

Gestern habe ich bis Mitternacht auf 90% SOC geladen. Morgens war die Anzeige bereits auf 89%. Das Auto ist dann gesamt etwa 4-5 Stunden noch gestanden und am Ende der Fahrt, gegen 15:30, hat die oben erwähnte Anzeige folgendes angezeigt:
150 km und 25,2 kWh. SOC: 51%
Nun, 25,2kWh sind etwas über 33% des SOC "voll geladen". 51 + 33 = 84.
Wo sind die restlichen 5%? Mehr als 1% kann in 16 Stunden nicht an Vampirverbrauch angefallen sein...
professore
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Letzte Änderung: 18.02.2020 19:31 von professore.
Gruß
Markus
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#584625
Aw: Markus' neuer Tesla 18.02.2020 18:52 - vor 1 Monat, 3 Wochen  
Ich frage mich, ob man mit dem Paket "Volles Potential für autonomes Fahren" da eine andere Erfahrung macht...
Nein. Es ist keine Näherungs-Sensorik im Lenkrad verbaut, auch nicht mit FSD. Der erforderliche Kraftaufwand war früher höher; ich hatte die Verbesserung neulich sogar lobend erwähnt.

Hingegen ist jüngst auf Anweisung der UNECE eine deutliche Verschlechterung hinsichtlich

- der maximalen Kurvenradien,
- der Wartezeit beim Einleiten eines halbautomatischen Überholvorgangs und
- der Häufigkeit der Präsenz-Abfrage erfolgt.

Die ist zwar immer noch adapativ, aber nun auf ärgerliche weil praxisfremde 15 Sekunden Maximum gesetzt.

gehe ich von etwa 1,5 Prozentpunkte Akkuentladung pro 24 Stunden aus.
Das kommt ungefähr hin. Es ist stark abhängig von der Außentemperatur und dem Zustand der kleinen 12 Volt-Hilfsbatterie, die mehr oder minder häufig geladen werden muss. Im Zuge eines bevorstehenden Updates gibt es mitunter Phasen höheren Vampire Drains.

Die Energie, die dort angezeigt wird, sollte ja die Benutzung zusätzlicher Verbraucher berücksichtigen
Das tut sie nur eingeschränkt. Der Vampire Drain wird nicht erfasst, die Klimatisierung und Akku-Temperierung nur während der Fahrt. Willst Du den Brutto-Verbrauch des Fahrzeugs zuverlässig ermitteln, bist Du auf externe Messung angewiesen.

Willst Du berechnen, musst Du unbedingt die exakte Netto-Kapazität Deines Akkupacks kennen. Das heißt verbaute Bruttokapazität

- minus aktuelle Degradation
- minus oberer nicht genutzter Bereich
- minus unterer nicht genutzter Bereich.

Grüße, Egon
Egon
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#585346
Aw: Markus' neuer Tesla 23.02.2020 10:13 - vor 1 Monat, 2 Wochen  
In den letzten Tagen habe ich immer wieder versucht, das Potential des Lenkassistenten auszureizen, bzw. herauszufinden, wo dessen Grenzen liegen, vor allem auf Landstraßen und im Stadtverkehr, sofern dies die Sicherheit und die örtlichen Gegebenheiten zulassen.
Ich muss gestehen, dass ich nicht nur beeindruckt von den Fähigkeiten des Systems bin, sondern, je nach Fahrsituation immer wieder noch mehr überrascht bin, wie das Fahrzeug auf situative Gegebenheiten reagiert.

- Fahrbahnteiler und Verschwenkungen werden fast immer richtig erkannt und die Fahrspur korrekt gewählt.
- Kreuzungen, auch größere von mehrspurigen Stadtstraßen verursachen, obwohl die Fahrspur hier unterbrochen wird, praktisch nie ein Problem. Ich habe keine Ahnung wie die Software das hinkriegt.
- Ich hatte bis jetzt nur einmal eine Kurve, die dem Assistenten zu eng wurde und dieser - ohne Aufregung und plötzlichem Versetzen - eine Fahrerübernahme angefordert hat. Das ist aber durchaus kontrollierbar und wenn man den Blick auf der Straße, die Hände am Steuer und die Füße in der Nähe der Bremse lässt, ist die Übernahme fließend problemlos möglich.

Ich hatte eine einzige Situation, in der das Auto in einer Ampel-geregelten Kreuzung den Lenkassistenten abgebrochen hat. Dort wurde die Fahrspur nach rechts versetzt, vielleicht um 1-2 Meter, da sich genau gegenüber die Abbiegespur befand. Anscheinend wurden Leitlinien durch Kameras erkannt, die keine eindeutige Zuordnung zuließen. Eigentlich auch völlig korrekt reagiert.

Nicht dass ich den Assistenten im Stadtverkehr verwenden will, es ist wahrscheinlich anstrengender, über das System zu wachen, als selbst zu steuern. Aufgrund der direkten Nähe zu anderen Verkehrsteilnehmer muss man wesentlich schneller reagieren können als auf der AB.
Mir geht es wirklich nur darum, die Möglichkeiten des Systems zu erforschen, und das ist immer noch sehr spannend. Je mehr ich fahre, desto weiter komme ich vom Auto 1.0 und 2.0 weg, das merke ich jetzt, nach knapp 1000 km deutlich...

Eine Frage würde ich noch anhängen, an die, die das Assistenzpaket bereits gut kennen:
Ich hab mir die betreffenden Stellen im Manual durchgelesen, habe aber weder dadurch, noch in der Praxis folgendes herausfinden können:

Fährt man mit dem Autopiloten, der eine Geschwindigkeitsreduktion (z.B. 70) korrekt erkennt und das Fahrzeug entsprechend abbremst und möchte nach Aufhebung der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit schneller fahren, aber nicht die im Kartenmaterial des Fahrzeugs hinterlegte (z.B. möchte ich 90 statt der möglichen 100 fahren), dann habe ich keine Möglichkeit gefunden, nach manuellem Betätigen des Gaspedals und Erreichen von 90 diese Geschwindigkeit als aktuelle bei aktivem AP mit einem Schaltbefehl zu übernehmen. Die aktuelle Höchstgeschwindigkeit durch zu sich ziehen des Hebels wird übernommen, nach unten drücken wird in dieser Situation nicht erkannt.
Man muss anscheinend das System deaktivieren (nach vorne drücken), dann einmal nach unten drücken, und anschließend den Hebel zu sich ziehen (?)
professore
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Letzte Änderung: 23.02.2020 10:15 von professore.
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#585351
Aw: Markus' neuer Tesla 23.02.2020 10:31 - vor 1 Monat, 2 Wochen  
Ich reduziere die Geschwindigkeit dazu mit dem scrollrad.
Solange der Fuß auf den Strompedal ist, beschleunigt er nicht automatisch.
Für größere Unterschiede ist das aber nicht so komfortabel, da er nur in 5kmh Schritten springt, 10er wäre praktisch.
gcf
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#585363
Aw: Markus' neuer Tesla 23.02.2020 11:38 - vor 1 Monat, 2 Wochen  
professore schrieb:
Fährt man mit dem Autopiloten, der eine Geschwindigkeitsreduktion (z.B. 70) korrekt erkennt und das Fahrzeug entsprechend abbremst
Was er in Deutschland nur auf Landstraßen macht, aber aus Gründen, die ich nie verstanden habe, nicht auf vierspurigen Schnellstraßen und Autobahnen. Zumal das länderspezifisch zu sein scheint.

Die aktuelle Höchstgeschwindigkeit durch zu sich ziehen des Hebels wird übernommen, nach unten drücken wird in dieser Situation nicht erkannt.
Was er als "aktuelle Höchstgeschwindigkeit" anbietet, hängt davon ab, ob das Auto über eine Verkehrszeichenerkennung verfügt (bislang nur AP1), auf Fleet Learning basiert oder rein auf dem Kartenmaterial. So oder so sollte man sich nicht darauf verlassen. Wobei Teslas Verkehrszeichenerkennung (Mobileeye), wenn vorhanden, sehr treffsicher ist. Sie erkennt auch das Vorhandensein von Zusatzschildern, wertet diese aber (noch) nicht aus.

habe ich keine Möglichkeit gefunden, nach manuellem Betätigen des Gaspedals und Erreichen von 90 diese Geschwindigkeit als aktuelle bei aktivem AP mit einem Schaltbefehl zu übernehmen.
Das Hebelchen sanft nach unten drücken, also nicht über den ersten Anschlag hinaus. In dieser Position kurz halten, aber nicht zu lange, sonst zählt er weiter abwärts. Das funktioniert so zumindest bei Model S und X/AP1. Für das Model S und X/AP2 bin ich mir nicht sicher. Beim Model 3 ist es ein anderer Hebel auf der rechten Seite der Lenksäule, welcher ganz anders bedient wird.

Grüße, Egon
Egon
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#585427
Aw: Markus' neuer Tesla 23.02.2020 18:14 - vor 1 Monat, 2 Wochen  
Die Beiträge zum Thema Ruhestromverbrauch befinden sich nun hier:

- www.priusfreunde.de/portal/index.php?opt...tid=45&id=585421

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#588721
Aw: Markus' neuer Tesla 14.03.2020 13:10 - vor 3 Wochen, 5 Tagen  
Nach 1500 km im kenne ich das Fahrzeug schon etwas besser, werde Vieles gewohnt und habe das Gefühl, auf dieses oder jenes gar nicht mehr verzichten zu wollen, kenne aber auch die eine oder andere Macke und Eigenwilligkeit.

Grundsätzlich bin ich nach wie vor vom Fahrgefühl begeistert, ebenso wie vom Anzug und dem sofort verfügbaren Drehmoment. Die eingebauten Automatismen können mich nach wie vor so überzeugen, dass ich verwundert bin, wie weit weg deutsche Hersteller davon sind, besonders was die Integration des autonomen Fahrens betrifft.
Es sind aber auch unzählige andere Kleinigkeiten, wie das Vorschlagen von Tankstopps, das intelligente Einbinden des Spotify Accounts (ich würde mir auch Amazon Prime als MCU App wünschen, das ich zwar mittels Browser starten kann, aber immer mehr Klicks zu Beginn erfordert…), die auch ohne AP immer aktiven Sicherheitssysteme, die um Klassen bessere Spracherkennung (im Vergleich zu deutschen Autos, da hört man relativ häufig „wie bitte?“), uvam.

Eigenwilligkeiten gibts zuhauf. Da wären mal die Bedienung der Hebel. Ich habe anfangs bei leichtem Regen (eher stärkeres Tropfen) anstatt des einmaligen Aktivieren des Wischers ungezählte Male auf „N“ gestellt. Den Wischer links zu bedienen ist schon sehr ungewöhnlich, resp. eigenwillig. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass einige amerikanische Autos diesen genau so angeordnet haben.

Das MCU reagiert ab und zu nicht wie gewollt. Das beginnt damit, dass sich Spotify nicht einloggt (oder gerade ausloggt, was weiß ich…), jedenfalls gibts keine Musik außer FM Radio, denn ich habe nach wie vor noch keinen USB Stick vorbereitet, von dem ich Musik abspielen könnte. Musik vom Handy sollte auch gehen, ist mir aber von der Bedienung viel zu mühsam.
Sehr selten friert es auch ein und reagiert auf keinen Tastendruck. Meine typischen Wegstrecken sind zu kurz, um einen Reset durchzuführen. Nach dem neuerlichen Einsteigen und Losfahren sind praktisch alle diese Softwarehänger weg.

Gelegentliche Fehlermeldungen mit dem Hinweis „Wartung erforderlich“ kann man zu 90, vielleicht auch 99% getrost vergessen. Ein Neustart des Fahrzeugs erledigt praktisch bis jetzt alle. Da waren „Blinker rechts vorne defekt, Wartung erforderlich“: Blinker ging einwandfrei, Tür zu, zusperren, aufsperren, Tür auf, Auto an, Fehler weg. So auch mit „Kamera links Kotflügel eingeschränkt, Wartung erforderlich“ und „Licht vorne, ……“
Als Tesla Fahrer muss man sich daran gewöhnen, dass der eine oder andere (hoffentlich nur eher unwichtige) Sensor fehlerhafte Daten oder Daten zu einem falschen Zeitpunkt sendet, und der entsprechende Hinweis entweder mit der Zeit alleine verschwindet oder durch einen Neustart des Fahrzeugs.

Macken:

Die Verarbeitung des Metallkleids entspricht nicht ganz meinen Erwartungen. Die Bleche und deren Lackierung in weniger sichtbaren Bereichen sind freundlich formuliert, verbesserungsbedürftig ausgeführt. Amerikanisch, halt. Gut, eine Begründung braucht man eben dafür, nehmen wir eben diese. Da die Karosse aus Alu ist, mach ich mir über Rost keine Sorgen. Wäre sie es nicht, auch nicht, in 5 Jahren würde ich den nächsten Tesla nehmen. Ohne Garantie hätte ich, vielleicht auch subjektiv und sogar auch objektiv unbegründet, kein gutes Gefühl.

Was fiel mir bis jetzt sonst noch auf?
Relativ wenige Ablagen im Auto. Vorne beim Fahrer ausreichend, aber hinten? Da gibst eher nix. Nicht in den Türen, nicht bei den Vordersitzen. Das verstehe ich überhaupt nicht. Ich habe es noch nie gesehen dass auf der Rückseite der Vordersitze keine Fächer mit Federzug flach abschließend, angebracht sind. Rätselhaft und unverständlich. Ablagen in der Fahrertür gehen mir auch ab.
Dann: Keine Möglichkeit, ein Sakko oder eine Jacke im Auto aufzuhängen. Dazu braucht nur einen kleinen Haken!!!! Gibts einfach keinen. Der Musk rennt eh nur im Hemd herum, daran hat er anscheinend nicht gedacht, dass es Leute mit Jacken gibt…

Die DU macht keine lauten, aber deutlich hörbare Geräusche. Ich denke nicht, dass diese auf einen Fehler hindeuten. Nach allem was ich gelesen habe, scheint das normal zu sein und ist bei leisem Soundsystem praktisch unhörbar. Diese Geräusche gibts im Porsche aber nicht. Dort hört man von den E-Motoren nichts, wirklich nichts.

Positiv:

Zum Soundsystem: Da habe ich mal geschrieben, dass das Bose-System besser ist. Würde ich jetzt nicht mehr behaupten. Das Gleiche habe ich über das Bose übrigens auch geschrieben, als es neu war und dann revidiert. Objektiv sagen, ob das am Gewöhnungseffekt der Psychoakustik oder am Einspielen der Lautsprecher liegt (das behaupten die Liebhaber audiophiler Musikanlagen), kann ich nicht. Jedenfalls klingt es für mich wieder sehr viel besser als zu Beginn, das ist die Hauptsache. Jedenfalls spielt es schon in einer audiophilen Liga, da sind wir von Serien-Audiosystemen so weit entfernt wie ein Fiat Panda von einem Mercedes G.

Ich lade nach wie vor zu 95% AC mit 17kW, eine freie Station in meiner Nähe und ein 7-minütiger Spaziergang hin und zurück, etwa alle 5 Tage ist ein netter Zeitvertreib…
professore
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Markus
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#588725
Aw: Markus' neuer Tesla 14.03.2020 13:23 - vor 3 Wochen, 5 Tagen  
Zum Wischerhebel auf der falschen Seite: Tesla hat in der Anfangszeit des Model S einige Komponenten bei Mercedes eingekauft, u.a. auch den Kombihebel am Lenkrad, den Automatik-Wahlhebel oder die elektrisch einstellbare Lenksäule (Made in Hamburg ), du wirst dieselben Teile auch in der C- und E-Klasse finden.

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#589469
Aw: Markus' neuer Tesla 19.03.2020 22:27 - vor 3 Wochen  
Ich bin immer wieder perplex, wie effizient das Ding konstruiert ist...

Obwohl ich nichts für den Strom, den ich tanke, bezahle, ist es für mich eher erstrebenswert, so effizent und stromsparend wie möglich zu fahren. Nebenbei ist das AB Fahren angenehmer und stressfreier. Zur Zeit sowieso, auf unseren Straßen begegnet man kaum jemand, auf AB noch weniger.

Ich bin heute eine mir sehr gut bekannte Strecke gefahren, 25km pro Richtung, etwa 500 HM bergauf hin, bergab zurück, nur Landstraße mit Ortsdurchfahrten.

Vom Cayenne weiß ich, dass ich mit diesem Fahrzeug (je nach der Temperatur) mindestens 20-30% der Akkuladung, das entspricht etwa einer Kapazität von 3 kWh, benötige, um elektrisch zu Hause ankommen zu können. Dabei rekuperiert selbiger beim Bergabfahren etwa 6-8%, knapp 0,8kWh, der Akku-Kapazität.

Nun, das tut der Tesla auch, nach 3km starkem Gefälle zeigt er in etwa -250Wh/km an. Zuhause zeigte er aber immer noch nur +40Wh/km an, d.h. er hat für die Strecke von 25km nur 1kWh verbraucht. Ein drittel der Energie!

Nur am cw-Wert kann es nicht liegen, dafür ist die durchschnittliche Geschwindigkeit zu gering. Es müssen andere Faktoren, wie etwa das Getriebe, die E-Motoren o.ä. eine Rolle spielen.

Interessant ist auch die temperaturabhängigkeit des Antriebs. Da ich zur Zeit sehr viel Freizeit habe, bin ich die letzten 5 Tage jeden Tag eine sehr beliebte Schitour gefahren, etwa 70km von mir weg und einer der wenigen interessanten Orte wo noch Schnee liegt.

Das erste Mal, 2°C, Verbrauch 182Wh/km
Beim dritten Mal,8°C, Verbrauch nur mehr 165Wh/km
Beim letzten Mal, 15°C, Verbrauch 152Wh/km

Die Fahrweise, Tempo jedes Mal annähernd gleich. Ich kann inzwischen gut einschätzen, bei welcher Temperatur ich mit welchem Verbrauch rechnen kann, vermeide unter 15% SoC zu kommen und kenne den Begriff Reichweitenangst nicht im Entferntesten.
professore
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#590013
Aw: Markus' neuer Tesla 23.03.2020 11:42 - vor 2 Wochen, 3 Tagen  
Gestern bin ich, weil ich auch entsprechend die Zeit hatte, zum dritten Mal zu einem Supercharger gefahren und habe zu Testzwecken auf 100% SoC aufgeladen. Danach musste ich 80km nach Hause fahren, wo ich mit 80% angekommen bin. Passte also ausgezeichnet.

Ins Grübeln haben mich die Ladeleistungen gebracht. Erwartet hatte ich gleich zu Beginn mindestens 100kW, abfallend mit steigendem SoC über 50%. War aber nicht so. Angekommen bin ich mit 16% SoC, ich war das einzige Fahrzeug dort.

Begonnen hat der Ladevorgang mit etwa 50kW, diese Leistung ist in den folgenden 5-10 Minuten auf maximal 80kW angestiegen, wobei diese Leistung nicht länger als 3-5 Minuten gehalten wurde.
Danach ist sie geschätzt linear von 80kW auf 20kW gesunken. Dieser Wert wurde dann ziemlich konstant gehalten, so zwischen 80% und 90% SoC.

Von da an wars „zach“. Gefühlt dauerten die letzten 10% so lange, wie der restliche Ladevorgang. Besonders im Bereich über 97% sank die Ladeleistung von 6kW auf 1kW. Als der Tesla mir „5 Minuten“ angezeigt hat, habe ich auf die Uhr gesehen: Es hat 27 Minuten gedauert, bis „Ladevorgang beendet“ angezeigt wurde. Ganze 15 Minuten bei 99% SoC, mindestens 5 Minuten davon bei bereits 100%.
Gedauert hat es gesamt 1,5 Stunden.

Mach ich sicher nicht mehr, aber interessant zu wissen, was sich eher nicht auszahlt. Über 90% SuC Laden hat echt keinen Sinn.

Was die Ladeleistung betrifft, habe ich gelesen, dass es unterschiedliche Generationen von Superchargern gibt, wobei die erste Generation nur 90kW können soll. Es war der Supercharger in Kapfenberg, grundsätzlich schöne Anlage, gestern war es mir aber zu kalt um dort im Freien zu hocken. Kennt den wer und kann mir sagen, ob jemand dort schon mal mit wesentlich mehr Leistung geladen hat?
professore
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Markus
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#590037
Aw: Markus' neuer Tesla 23.03.2020 14:19 - vor 2 Wochen, 3 Tagen  
Soweit ich weiß sind alle Supercharger in Deutschland 2. Generation und müssten mittlerweile auf max 150kw hochgerüstet sein (von ursprünglich 120kw).

Auf Teslas Supercharger-Karte wird Kapfenberg auch mit bis zu 150kw angezeigt.

Allerdings bedeutet das "bis zu" halt, das es auch langsamer geht. Hast du dann ja erlebt.

Letztes Jahr war ich häufig am (meist selben) Supercharger. Da hatte ich auch schon alles. Sei es volle Geschwindigkeit während er noch von anderen genutzt wurde, aber auch allein auf weiter Flur und trotzdem deutlich unter 100kw. Vielleicht gibt das Netz da gerade nicht genug her?

Bist du per Navi mit den Supercharger als Ziel hingefahren? Wenn der Tesla weiß dass es zum Laden geht wird der Akku ja vorkonditioniert und nötigenfalls auf die ideale Ladetemperatur gebracht.
helo
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#590083
Aw: Markus' neuer Tesla 23.03.2020 18:21 - vor 2 Wochen, 3 Tagen  
Hi professore,

ich bin nur theoretischer Teslafahrer (lesen, lesen, lesen und noch keine Chance, einen anzuschaffen).
Aber vielleicht liegt es ja daran : [...]gestern war es mir aber zu kalt um dort im Freien zu hocken [...].
Hast du die Ladung per Navi geplant?
Hat der Tesla gewusst, dass bald geladen werden soll?
Er hätte vielleicht während der Fahrt dorthin schon mal die Batterie vorgewärmt.

Gruß
Helmut
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#590086
Aw: Markus' neuer Tesla 23.03.2020 18:38 - vor 2 Wochen, 3 Tagen  
Edit:
Hatte ich vergessen zu erwähnen. Ja, ich habe das Navi auf den SuC programmiert. Die Fahrt dauerte etwa 30 Minuten, keine Ahnung ob die Vorwärmzeit gereicht hat.
professore
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#590119
Aw: Markus' neuer Tesla 23.03.2020 22:57 - vor 2 Wochen, 3 Tagen  
Das beantwortet ein Blick in die App unter "Klima". Wenn nach dem Ansaften an den Supercharger oben rechts das kleine Akku-Symbol (siehe gelber Pfeil) erscheint...





...war der Akku beim Erreichen des Superchargers noch nicht auf Temperatur.

Dann wird er beheizt und solange er beheizt wird, bleibt die Ladeleistung reduziert. Wie stark hängt neben der Temperatur auch von der Ladekurve Deines Akkupacks ab und damit natürlich vom aktuellen SOC. Die Ladekurve wird immer mal wieder optimiert und die Änderungen von Zeit zu Zeit per OTA-Update ins Auto eingespielt.

Eine Merkwürdigkeit solltest Du kennen: Diese Ladeleistungs-Reduktion bei niedriger Temperatur und aktiver Akkuheizung tritt bei jedem beliebigen DC-Ladepunkt auf. Also auch bei solchen, die sowieso nur maximal 20 kW (50 A / 400 Volt) über CCS/Chademo liefern können, beispielsweise Triple Charger bei Ikea.

Deren niedrige Ladeleistung wird bei kaltem Akku weiter reduziert, beispielsweise auf 12 oder 14 kW. Das erscheint völlig unsinnig, weil von leistungsstarken DC-Ladepunkten auch bei temperaturbedingter Drosselung noch 50, 60, 70 kW abgerufen werden.

Grüße, Egon
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