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Aktuelle Informationen zur Brennstoffzellen-Technologie, zur Wasserstoff-Erzeugung und natürlich zu allen FCEV/FCHEV-Fahrzeugen inklusive des Toyota Mirai, dessen Europa-Premiere im Spätjahr 2015 erfolgte.
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THEMA: H2-Wasserfahrzeuge
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#575396
Aw: H2-Wasserfahrzeuge 27.12.2019 12:04 - vor 9 Monaten  
Wir haben hier einen seriellen Wasserstoff-Plugin-Hybriden, den es allerdings noch nicht gibt (das ist ein Konzept und das Bild eine Fotomontage). Für ein Schubschiff - das ist auf der FAZ-Grafik das kurze hinten - ist das auf den ersten Blick kein doofes Konzept und ein Platzproblem gibt es auch nicht, weil das Schubschiff nur schiebt, aber selbst keine Lasten transportiert.

Wenn man das Ganze allerdings grob überschlägt, gelangt man zu ziemlich ernüchternden Erkenntnissen. Schauen wir uns die benötigten Energiemengen und -leistungen laut den Angaben im Bericht an.

Ein 3,2 MWh großer Akku wird in 7 Stunden geladen. Das erfordert inklusive Ladeverlusten eine Ladeleistung von ungefähr einem halben Megawatt. Das ist schon eine Hausnummer.

Dann haben wir aber 750 Kilo Wasserstoff bei 500 Bar Lagerdruck. Für den Betankungsvorgang eines PKW (also nicht für die Herstellung und Lagerung des Wasserstoffs) rechnet man laut Hersteller der H2-Tankstellen mit 15 kWh Strombedarf pro Kilogramm Wasserstoff.

- industrie.airliquide.de/sites/industry_d...stofftankstellen.pdf
- books.google.de/books?id=5Pa3D9h6mRwC&am...50%20bar&f=false (ab Kapitel 8.2).
- www.priusfreunde.de/portal/index.php?opt...limitstart=15#487839

Bei PKW sind es allerdings 700 Bar Lagerdruck, bei LKW 350 Bar. Rechnen wir hier für das Schubschiff großzügig zugunsten H2 mit nur der Hälfte, also 7,5 kWh pro kg H2, würde alleine der Betankungsvorgang über 5600 Kilowattstunden verbrauchen. Dauert dieser Tankvorgang nur eine Stunde (was ja nach vorherrschender Meinung der eigentliche Vorteil sein soll), bräuchte man 6 Megawatt elektrische Anschlussleistung für die Wasserstoff-Tankstelle.

Das ist mehr als das Zwölffache (!) der Anschlussleistung für den gigantischen Akkulader, aber ohne dass diese Energie für den Antrieb verwendet wird. Es ist sozusagen nur der Kollateral-Strom, also Energie die man nebenbei benötigt, um überhaupt Wasserstoff in dieser Größenordnung betanken zu können.

Dazu kommen natürlich der immense Energiebedarf für die eigentliche Wasserstoff-Herstellung und an Bord die hohen Wandlungsverluste beim Teilweg Wasserstoff -> Brennstoffzelle -> Akku -> Antrieb.

Habe ich soweit korrekt überschlagen? Keine Kommastelle verschoben? Dann ist das nicht einfach nur ineffizient, sondern katastrophal. Von jeder eingesetzten Kilowattstunde Strom kann dank des Wasserstoff-Umwegs nur ein winziger Bruchteil für den Antrieb verwendet werden. Ein extrem hoher Preis für eine mäßig erhöhte Ladefrequenz.

Grüße, Egon
Egon
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#581460
Aw: H2-Wasserfahrzeuge 04.02.2020 09:35 - vor 7 Monaten, 3 Wochen  
Pressemitteilung der Toyota Deutschland GmbH


3. Februar 2020


Toyota Brennstoffzellenantrieb sticht in See

Nächste Etappe für elektrische Energy Observer


  • Alternatives Antriebssystem für maritimen Einsatz weiterentwickelt
  • Flexible Anpassungsfähigkeit unterstreicht hohe Alltagstauglichkeit
  • Fortsetzung der seit 2017 währenden Partnerschaft

Mit einem Toyota Brennstoffzellenantrieb sticht jetzt die Energy Observer in See: Der elektrisch angetriebene Katamaran startet Mitte Februar auf die nächste Etappe. Toyota hat für das Wasserstoffschiff das vom Mirai (Kraftstoffverbrauch Wasserstoff kombiniert 0,76 kg/100 km; Stromverbrauch kombiniert 0 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert 0 g/km) bekannte Antriebssystem binnen kürzester Zeit angepasst und weiterentwickelt. Nach einer ersten Erprobung in der Werft Ende 2019 stehen nun finale Tests an, ehe es auf die Weltmeere geht.

Toyota begleitet die Energy Observer von Anfang an: Seit 2017 unterstützt der japanische Mobilitätskonzern das erste energieautarke Schiff bei seinem auf sechs Jahre angelegten Weltreiseprojekt. Das elektrisch angetriebene Schiff der Zukunft arbeitet mit einem Mix aus erneuerbaren Energien und einem System, das kohlenstofffreien Wasserstoff aus Meerwasser erzeugt.

Für die nächste Etappe der Reise haben Energy Observer und Toyota eng zusammengearbeitet. Das Toyota Technical Center Europe hat das Brennstoffzellensystem mit den vom Mirai bekannten Komponenten weiterentwickelt und in ein kompaktes, für den maritimen Einsatz geeignetes Modul eingebaut. Es bietet nun mehr Leistung und Effizienz, aber auch eine hohe Zuverlässigkeit – die Grundvoraussetzung für eine sichere Überquerung von Atlantik und Pazifik. In nur sieben Monaten wurden die Komponenten entwickelt, produziert und in den Katamaran integriert. Diese Schnelligkeit beweist die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Toyota Brennstoffzellentechnologie.

„Wir freuen uns, die Vielseitigkeit des Toyota Brennstoffzellensystems einmal mehr demonstrieren zu können. Unser europäisches Forschungs- und Entwicklungsteam hat zusammen mit den Kollegen der Energy Observer dieses Modul weiterentwickelt und in das Schiff eingebaut“, erläutert Dr. Johan van Zyl, Präsident und CEO von Toyota Motor Europe. „Dieses Projekt zeigt, dass die Toyota Brennstoffzellentechnologie in jeder Umgebung eingesetzt werden kann und sich in unterschiedlichsten Geschäftsbereichen nutzen lässt.“

In der Serienlimousine Mirai, aber auch in verschiedenen Bussen und Lkw beweist der Brennstoffzellenantrieb bereits seit einigen Jahren seine Alltagstauglichkeit. Der Einsatz im Seeverkehr ist der nächste Schritt auf dem Weg zu einer Wasserstoffgesellschaft und zu einer weiteren Senkung der CO2-Emissionen.

„Wir sind sehr stolz, das Toyota Brennstoffzellensystem auf unseren Ozeanpassagen unter den rauesten Bedingungen zu testen. Nach drei Jahren und fast 20.000 Seemeilen Entwicklungszeit ist das Energieversorgungs- und Speichersystem der Energy Observer nun äußerst zuverlässig“, erklärt Victorien Erussard, Gründer und Kapitän der Energy Observer. „Wir freuen uns auf den nächsten Schritt des Projekts: ein zuverlässiges und erschwingliches System für unsere maritime Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen. Wir glauben, dass das Toyota Brennstoffzellensystem die perfekte Lösung dafür ist, industriell hergestellt, effizient und sicher.“

Im Einklang mit der „Toyota Environmental Challenge 2050“ demonstriert die Energy Observer, wie sich der ökologische und energetische Wandel vorantreiben lässt. Dabei zeigt das Schiff auch die Anforderungen an die Energienetze von morgen, um sie effizient und in großem Maßstab zu verwirklichen. Als erster französischer Botschafter der Nachhaltigkeitsentwicklungsziele („Sustainability Development Goals“ – SDG) sucht die Energy Observer nach innovativen Umwelt- und Zukunftslösungen – und beweist damit, dass eine sauberere Welt möglich ist.

- der-autotester.de/toyota-brennstoffzellenantrieb-sticht-in-see/

Zum Vergrößern auf das Bild klicken.
Bildnachweis: Toyota Deutschland GmbH

Dateianhang:
Dateiname: 2020_02_03_energy_observer.pdf
Dateigröße: 28668
Egon
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#581653
Aw: H2-Wasserfahrzeuge 05.02.2020 11:23 - vor 7 Monaten, 3 Wochen  
Zitat:
Toyota liefert Brennstoffzelle für „Energy Observer“
- www.electrive.net/2020/02/04/toyota-lief...uer-energy-observer/
- www.elektroauto-news.net/2020/toyota-bri...ntrieb-auf-hohe-see/

Grüße, Egon
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Letzte Änderung: 05.02.2020 23:47 von Egon.Grund: Link ergänzt.
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#583017
Aw: H2-Wasserfahrzeuge 11.02.2020 09:40 - vor 7 Monaten, 2 Wochen  
Zitat:
Für rund 590 Millionen Euro
Bill Gates bestellt Jacht mit Wasserstoffantrieb

112 Meter lang, samt Fitnessstudio und Helikopter-Landeplatz: Microsoft-Mitgründer Bill Gates hat bei einem niederländischen Designer ein Schiff der Luxusklasse geordert - der Clou ist der Antrieb.

- www.spiegel.de/auto/sinot-aqua-bill-gate...1c-aefd-3192506f820a

Grüße, Egon
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#583249
Aw: H2-Wasserfahrzeuge 11.02.2020 19:59 - vor 7 Monaten, 2 Wochen  
Das scheint wohl fake zu sein !
lufo
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