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Der kalifornische Hersteller Tesla schreibt mit seinen Elektroautos und dem zugehörigen Mobilitätskonzept seit 2003 Automobilgeschichte.
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THEMA: Egons blauer Elektrojet
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#572048
Aw: Egons blauer Elektrojet 07.12.2019 18:59 - vor 8 Monaten  
In den letzten ziemlich frostigen Tagen habe ich ständig und sehr reichlich von der kräftigen Heizung meines blauen E-Flitzers Gebrauch gemacht. Ich will nicht nur nicht frieren im Auto, sondern es kuschelig warm haben. So weit geht die Freude am niedrigen Stromverbrauch bei mir nämlich nicht. Das macht sich dann auf Langstrecke nur wenig bemerkbar, aber auf kürzeren Strecken (wenn das Auto zwischendurch immer wieder auskühlt) steigt der Stromverbrauch erheblich an.

Zudem fahre ich im Winter mit inaktivem Range-Mode, um durch die dann automatische Temperierung des Akkus nach einem Kaltstart wenigstens ein bisschen Rekuperation zu erlauben. Das geht auch einfach nur durch das Fahren, dauert aber ziemlich lange, wenn der Akku tiefgefrostet ist. Mit der separaten Akkuheizung ist das nach ein paar Minuten erledigt, aber die zieht halt auch üppige 5,5 kW zusätzlich.

Leider hat Tesla mit einem der letzten Updates das Vorheizen des Akkus im Stand sowie das der Rückbank auf "nur wenn angesaftet" geändert. Ich kann also per App nur noch den Innenraum, die beiden Vordersitze, das Lenkrad und die Scheiben vorheizen, falls das Auto gerade nicht am Netz hängt. Ich verstehe den Gedanken dahinter, doch diese Entscheidung, so finde ich, sollte auch weiterhin dem Fahrer überlassen bleiben.

EDIT: Das war missverständlich, weil doppeldeutig. Gemeint ist, dass Akkuheizung und die drei Sitzheizungen hinten sich per Fernsteuerung nur einschalten lassen, während das Auto am Stromnetz hängt und natürlich auch während der Fahrt. Wobei man auf die Akkuheizung so oder so keinen direkten Einfluss hat. Ist der Range Mode OFF, wird sie automatisch temperaturabhängig eingeschaltet und heizt dann das Akku-Kühlmittel auf 50 Grad Fahrenheit (= 10 Grad Celsius) auf.

Gestern auf dem Nachhauseweg noch zum Einkaufen gewesen. Mit 28 Prozent SOC ungerührt am lokalen Supercharger vorbeigefahren - verlockend, aber muss ja nicht sein. Zu meiner Überraschung war dann der sonst dauerbelegte Triple-Charger am Supermarkt (43 kW AC / 50 kW DC) zur besten Einkaufszeit frei. Nach dem Einkauf SOC 80%, gut für 340 km - so macht das Laune. Danke, freundlicher Konsumtempel.

Zu Silvester entfliehen wir wie jedes Jahr wegen Frau Egons schwerem Knalltrauma irgendwohin in die Abgeschiedenheit, wo nicht rumgeböllert wird. Diesmal geht es zu viert in die Röhn.

Das Hotel hat zugesagt, eine Schuko-Dose am Stellplatz zur Verfügung zu stellen. In der Küche gibt es auch mehrere rote CEE-Dosen (11 kW), aber das wäre ziemlich umständlich. Also darf der Tesla wieder drei Nächte lang mit 1 bis 3 kW vor sich hin nuckeln, je nach Belastbarkeit der angetroffenen Installation. Erfahrungsgemäß reicht das locker für ein paar Ausflüge in die Umgebung und auch für die anschließende Heimfahrt, die aber ohnehin an zwei Superchargern vorbeiführt.

Grüße, Egon
Egon
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Letzte Änderung: 08.12.2019 09:04 von Egon.Grund: Text ergänzt.
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#572086
Aw: Egons blauer Elektrojet 07.12.2019 23:32 - vor 8 Monaten  
Hallo Egon!

Ich lese sehr gerne und interessiert deine Beiträge.
Deine Sicht auf die Dinge sind aus einer realistischen
und fachkundigen Perspektive geschrieben, ohne dabei
unnötig die rosarote Brille aufzuhaben.

Danke und weiter so!

Viele Grüße und eine schöne Vorweihnachtszeit wünscht
Hybridiseur
Hybridiseur
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#572100
Aw: Egons blauer Elektrojet 08.12.2019 09:36 - vor 8 Monaten  
Vielen Dank, ich weiß das Lob zu schätzen. Es ist gar nicht immer so einfach, einigermaßen nüchtern zu bleiben.

Es ist nämlich grandios, dass Elon Musk die Vision tatsächlich umgesetzt hat. Er baut und exportiert diese Autos seit 2007, die neueren Modelle seit 2012 in Stückzahlen. Trotz permanentem Gegenwind und ständig intensiviertem BEV-Bashing. Man muss sich darüber im Klaren sein: Ohne Tesla wären noch immer nur ein paar Hartgesottene in elektrischen Verzichtsmobilen unterwegs, die eigentlich nur belegen, dass das sowieso alles nicht funktioniert.

Dazu kommt, dass so ein Tesla sehr von sich überzeugt, ja sogar begeistert. So lange alles funktioniert, macht er einfach nur tierisch Spaß. Wenn aber nicht, sind graue Haare nicht unwahrscheinlich. Ich berichte je nach Erleben über beides und weiterhin ohne Markenbrille, versprochen.

Meinen Bericht oben habe ich präzisiert (kursiv), weil er eine missverständliche Passage enthielt.

Grüße, Egon
Egon
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#572831
Aw: Egons blauer Elektrojet 12.12.2019 00:39 - vor 7 Monaten, 3 Wochen  
Heute Nachmittag hatte ich einen Behördentermin. Der Tesla stand seit 10 Stunden bei +2 Grad im Freien. Nach dem Start war sofort die Akkuheizung aktiv und die maximale Rekuperationsleistung auf ungefähr ein Drittel des Normalwerts beschränkt. Die Fahrt im eiskalten Dauerregen dauerte nur 20 Minuten und an ihrem Ende stand wieder ungefähr die halbe Rekuperationsleistung zur Verfügung.

Auf dem Parkplatz neben der Behörde befindet sich ein kostenfreier Triple Charger. Ich safte also den Tesla bei 36% SOC an, er tauscht sich mit dem nominell 50 kW starken DC-Ladepunkt aus - und das BMS reduziert die Ladeleistung auf bescheidene 24 kW.

Ich habe erst gar nicht kapiert, was da los ist, bis ich einen Blick auf die App geworfen habe: Mit Beginn des Ladevorgangs hat er erneut die Akkuheizung aktiviert. Der Akku ist also trotz vorheriger Beheizung und Fahrt noch immer unter 10 Grad und wird zunächst mit reduzierter Leistung geladen, um ihn nicht zu schädigen.

Das hatte ich nicht auf dem Schirm und es macht einmal mehr bewusst, dass so ein großer Akkublock seine Temperatur aufgrund seiner Masse lange beibehält. Für jede Änderung wird viel Energie benötigt, was auf längeren Strecken nicht weiter ins Gewicht fällt. Doch beim nervigen Rumzockeln im Berufsverkehr des hiesigen Ballungsraums sind dank Akku- und Innenraumheizung 25 kWh/100 km schnell erreicht.

Die Heizung schafft es übrigens locker, den Innenraum in eine Sauna zu verwandeln. Egal, wie kalt es draußen ist. Die Energie dafür kommt natürlich aus dem Akku, so dass die Reichweite entsprechend sinkt. Bei über 80 kWh an Bord kann man das ziemlich entspannt sehen, aber sich dessen bewusst sein sollte man schon.

Grüße, Egon
Egon
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Letzte Änderung: 12.12.2019 02:15 von Egon.Grund: Tippfehler korrigiert.
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#572874
Aw: Egons blauer Elektrojet 12.12.2019 10:11 - vor 7 Monaten, 3 Wochen  
Dein Tesla Akku wiegt runde 500kg, die zu erwärmen dauert eben ein bisschen. So sieht er aus, der Akku
www.akkumobil.at/?page_id=228
Priuskater
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#573273
Aw: Egons blauer Elektrojet 14.12.2019 00:53 - vor 7 Monaten, 3 Wochen  
Gestern kam ein neues Update. Ich habe es Abends per App installiert, als das Auto schon in der Garage stand.





Die Installation lief in gut 25 Minuten ohne Fehlermeldung durch und ihr Abschluss wurde mir in der App gemeldet. Doch als ich heute Morgen einstieg, hing die Browser Engine: Keine Darstellung von HTML-Seiten (zum Beispiel Versionshinweisen) auf dem großen Display.

Ein weicher Reset sollte schnell Abhlfe schaffen. Dachte ich. Ist ja auch sonst so.
Heute Morgen aber hat ihn der Reset in eine Bootschleife geschickt.

Da die ganze Systemarchitektur redundant ausgelegt, sich die Lichtautomatik bei jedem Start auf AUTO stellt und das zweite Display einen eigenen Prozessor hat, kann man prinzipiell auch während eines Reboots fahren. Wenn es aber dunkel und kalt ist, sollte man das besser bleiben lassen.

Denn auch die Lichtautomatik, das Navisystem, die Heizung und sogar das Radio sind vor allem Software. Sie werden bei einem Bootvorgang nach und nach initialisiert. Das geschieht in mehreren Etappen, was dazu führt, dass das Licht, die Heizung, die Sitzheizungen und andere Dinge mehrfach kurz an- und ausgehen. Das ist gar nicht lustig, wenn man gerade fährt.

Der Tesla ist durchaus nicht mein erster Rechner, der in einer Bootschleife fest hing. Aber mein erstes Auto, dass das gemacht hat. Ein Reset zweiten Grades (der geht nur im Stand) beendete die Bootschleife und initialisierte auch die Browser Engine. Also alles wieder schick.

Morgen sind 460 km mit gut 280 kg Ladung an Bord (Passagiere eingerechnet) vorgesehen. Es wird nass, kalt, stürmisch und ich werde relativ flott unterwegs sein. Während der gesamten Fahrt werden viele Verbraucher permanent laufen, allen voran Heizung und Sitzheizung. Dazu kommt eine maximale Höhendifferenz von 600 Metern, was ziemlich viel ist.

Wenn ich unter diesen Umständen unter 20 kWh/100 km lande, kann ich ganz zufrieden sein. Ich bin gespannt. Wir starten mit 70% SOC und werden ganz nach Bedarf ein bis zwei kurze Pinkelpausen an auf dem Weg liegenden Superchargern einlegen, immerhin fünf an der Zahl. Den in Stuttgart möchte ich unbedingt anfahren, weil der auf 20 Ladepunkte ausgebaut wurde und ich mir schon länger anschauen wollte, wie Tesla das räumlich umgesetzt hat.

Grüße, Egon
Egon
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#573275
Aw: Egons blauer Elektrojet 14.12.2019 01:14 - vor 7 Monaten, 3 Wochen  
Egon schrieb:

Heute Morgen aber hat ihn der Reset in eine Bootschleife geschickt.


Komplett ohne "Tesla Hate": Das ist etwas, was ich einfach mit Sorge betrachte. OTA Updates alles gut und schön, aber wenn dann die Qualitätskontrolle versagt (sieht man z.b. recht gut bei Windows 10, wo bereits mehrfach die Rechner in Bootschleifen geschickt wurden oder Windows selber den Bootmanager zerschossen hat), ist das dann mal richtig scheiße.

Vor allem beim Auto seh ich das enorm kritisch (allgemein gesprochen), während man auf nem PC auch mal nen Tag verzichten kann bzw. man den auch selber mal schnell gefixt hat, geht das beim Auto halt nicht so einfach.

Früh morgens in Auto und der Rechner hängt in der Bootschleife fest und ist eventuell nicht so einfach / schnell befreibar. Im schlimmsten Fall muss er eventuell sogar in die Werkstatt, einfach weil ein OTA Update fehlerhaft durchgelaufen ist.

Und je mehr Fahrzeuge, Typen und Softwareversionen, desto wahrscheinlicher, das da mal was vorm Baum geht und als Endverbraucher steht man dann doof da und kann, im schlimmsten Fall, nicht mal mehr sein Auto benutzen...

Find ich einfach eine besorgniserregende Entwicklung...
Drakon
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Letzte Änderung: 14.12.2019 01:14 von Drakon.
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#573276
Aw: Egons blauer Elektrojet 14.12.2019 03:51 - vor 7 Monaten, 3 Wochen  
Ist ärgerlich, aber hoffentlich ein Einzelfall. Ich habe gestern die gleiche Version wie Egon bekommen (2019.40.2.1) und konnte nach der Installation ohne Probleme losfahren.
CA-Klaus
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#573277
Aw: Egons blauer Elektrojet 14.12.2019 04:24 - vor 7 Monaten, 3 Wochen  
Frage an Egon.
Wie groß (GByte) war der Update und was hat der OTA Update an CO2 verursacht? Von deinen wechselwarmem Gefühlswallungen nach dem Update mal abgesehen

Keine gute Entwicklung soetwas, denn die Nutzung der Internet/Server/GSM.... Infrastruktur -also anteilige Nutzung/Verursachung dehren CO2 Umweltbelastung- muß man dem gesamt CO2-Abdruck eines BEV mit OTA/Internetfähigkeiten dazuzählen.

Gute Reise.
haribo
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Letzte Änderung: 14.12.2019 04:34 von haribo.
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Grüße,Helmut
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#573284
Aw: Egons blauer Elektrojet 14.12.2019 09:08 - vor 7 Monaten, 3 Wochen  
@Drakon

So ist es. Wenn man die Strategie fährt, ein Auto per OTA-Update ständig zu verbessern, dann geht man dabei prinzipiell ein ähnliches Risiko ein wie bei einem PC- oder Smartphone-Betriebssystem. Die damit verbundenen Vor- und Nachteile sind im Kern weitgehend komparabel.

Nach meiner bisherigen Erfahrung überwiegen bei Tesla die Vorteile sehr deutlich, weil es nicht nur um die Implementierung neuer Funktionen oder Bugfixes geht, sondern vor allem auch um Shadowing und Fleet Learning auf Basis von Big Data (KLICK).

Dass die denkbaren Nachteile - Fehlfunktionen, Verschlimmbesserungen, unerwünschtes Tracking, unerwünschte Eingriffe des Herstellers - nicht nur in der Theorie passieren können, steht dabei außer Frage. Beispiel: Als die Stadtregierung von Hongkong den Autopiloten nicht zugelassen hat, waren alle Teslas dort im November 2015 plötzlich ohne Autopilot. Erst nach der Zulassung durch die Transportbehörde wurde er im März 2016 wieder OTA freigeschaltet. Aus Herstellersicht ist der Vorgang nachvollziehbar, doch den Tesla-Besitzern am südchinesischem Meer hat er damals vermutlich keine Freude gemacht.

-> Klare Erkenntnis: Wer sein Auto lieber statisch haben will, sollte zu einer anderen Marke greifen.


@CA-Klaus

Ich auch, so ist das nicht. Die Darstellung von HTML-Dokumenten ist zum Fahren nicht unbedingt notwendig. Update-Probleme sind, soweit es mein Erleben in den letzten Jahren betrifft, seltene Ausnahmen. Man kann sie aber nie völlig ausschließen, das liegt in der Natur der Sache. So möchte ich es verstanden wissen.


@haribo

Die Größe der Updates variiert stark. Das geht von wenigen 10 MB über einigen Hundert MB (typisch) bis zu den seltenen Navi-Updates, die 4 bis 8 GB umfassen können. Insgesamt kommen die Updates ungefähr fünf Mal seltener als bei meinen Windows-Installationen. Sie liegen von der Häufigkeit und Datenmenge her in etwa auf dem Niveau meiner Linux-Installationen.

Auf ihre Frequenz kann man bei Tesla mit einer Systemeinstellung etwas Einfluss nehmen, bei mir steht das auf "Standard". Dann kommen nur Bugfixes und wichtige Updates, aber keine Zwischenversionen oder gar immer das Allerneueste zum Ausprobieren. Das muss ich im Auto dann doch nicht haben, so weit geht meine Begeisterung für das Ganze nicht.


Grüße, Egon
Egon
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#573292
Aw: Egons blauer Elektrojet 14.12.2019 09:35 - vor 7 Monaten, 3 Wochen  
@Haribo: das dürfte sich schlecht quantifizieren lassen. Mein Model 3 hat in den letzten 30 Tagen 1,26 GB verbraucht, das schwankt aber von Monat zu Monat. Immerhin müssen Teslas nicht extra in die Werkstatt fahren, um ein Fahrzeug- oder Kartenupdate zu bekommen.

Zum Vergleich: Netflix in HD verballert mal eben 6 GB in nur zwei Stunden.

Allein der Datenverkehr, der durch geteilte Katzenvideos verursacht wird, dürfte ebenfalls deutlich höher liegen als das, was ein Tesla benötigt. Insofern gehen 1-2 GB pro Monat wohl eher im Rauschen unter. Dennoch ist das natürlich in die Gesamtbilanz einzubeziehen.
CA-Klaus
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Letzte Änderung: 14.12.2019 10:16 von CA-Klaus.
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#573297
Aw: Egons blauer Elektrojet 14.12.2019 09:52 - vor 7 Monaten, 3 Wochen  
Egon schrieb:
Wenn man die Strategie fährt, ein Auto per OTA-Update ständig zu verbessern, dann geht man dabei prinzipiell ein ähnliches Risiko ein wie bei einem PC- oder Smartphone-Betriebssystem.
Apropos Risiko, welche Antivirensoftware verwendest du bei deinem rollenden Computer?
Nee, war nicht ernst gemeint.
Smoothie
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#573299
Aw: Egons blauer Elektrojet 14.12.2019 10:10 - vor 7 Monaten, 3 Wochen  
@Smoothie: Wobei die Frage berechtigt ist (bei prinzipiell jedem Boardcomputer und Navi der letzten Jahre, welche USB Anschlüsse / Bluetooth Verbindungen haben).

Ich mein, ist ja nun nichts neues das sich Schadprogramme auch auf USB Sticks verstecken oder im Handy schlummern und dann ankoppelnde Systeme "infizieren".

Je nachdem, wie gut dann von Hersteller Seite berücksichtigt und wie solche Medien ins System eingebunden werden (Root rechte wären nicht so gut...), könnte so ein Verschlüsselungstrojaner auch Teile (oder das ganze) Navi / Boardcomputer verschlüsseln und somit effektiv lahm legen.

Gab zwar bisher keinen Fall von so etwas, aber auch wieder: Je mehr vernetzte Fahrzeuge, desto wahrscheinlicher, das da mal einer auf die Idee kommt und dafür was macht.

Ich mein beim Prius IV war es, meiner Meinung nach, schon möglich auch während der Fahrt das PCS auszulösen, indem sich ein Fremdgerät mit dem Bluetooth verbunden hat. Das ist zwar nicht so einfach möglich (schließlich muss man beim Navi auch die Kopplung anstoßen bzw. bestätigen), aber technisch machbar.

Da wiederum sind OTA Updates eine gute Sache, da die auch Sicherheitsupdates nachliefern können. Auch Hotfixes für Kritische Sicherheitslücken in, theoretisch, wenigen Minuten.

Wie gesagt, ich betrachte das alles besorgniserregend.
Drakon
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Letzte Änderung: 14.12.2019 10:12 von Drakon.
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#573486
Aw: Egons blauer Elektrojet 15.12.2019 12:57 - vor 7 Monaten, 3 Wochen  
460 km [...] 280 kg [...] nass, kalt, stürmisch [...] relativ flott [...] maximale Höhendifferenz von 600 Metern [...] Wenn ich unter diesen Umständen unter 20 kWh/100 km lande, kann ich ganz zufrieden sein.
Es verlief genau wie beschrieben. Im Innenraum hatte es die ganze Zeit kuschelige 24 Grad und im Schnitt landete ich trotz aller energiefressenden Umstände bei knapp 19 kWh/100 km. Das geht in Ordnung.

Wir starten mit 70% SOC und werden ganz nach Bedarf ein bis zwei kurze Pinkelpausen an auf dem Weg liegenden Superchargern einlegen
So ähnlich lief es dann auch. Mit 90% SOC hätten wir die Strecke in einem Rutsch durchfahren können, aber wozu. Pausen werden so oder so gemacht.

Einen Stopp beim Supercharger Stuttgart legten wir nur aus Neugier ein, denn nach einer Pause wurde noch nicht verlangt. Tesla hat sich viel Mühe gegeben, dort 20 Ladesäulen nebeneinander zu bauen, was rein von der zur Verfügung stehenden Fläche her wohl gar nicht so einfach gewesen ist. Die ganze Anlage benötigt aber immer noch weniger Platz als eine Tankstelle. Am Samstag Nachmittag waren zwischen 5 und 8 der 20 Ladeplätze belegt, hauptsächlich durch Model 3.

Die erste Pause wollte meine charmante Beifahrerin erst hinter Ulm. Dort stehen zwei Supercharger in kurzem Abstand, wir nahmen den zweiten. Von den 6 Ladeplätzen waren vier belegt. Auch dieser Stopp war ladetechnisch nicht notwendig.

Als wir nämlich später kurz vor dem Ziel noch in Ruhe zu Abend gegessen haben, gab es keine 700 Meter vom Lokal entfernt einen kostenfreien Triple Charger. Ich saftete den Tesla an, aber nicht an einem der DC-Ports, sondern über Typ 2. Kostenfreie Triple-Charger sind sehr beliebt und ich wollte den Schnellader nicht unnötig belegen.

Zu erwähnen ist, dass ich mir nur schwer ein besseres Langstreckenauto vorstellen kann als so ein Model S. Dieses elegante fast lautlose Dahingleiten, die jederzeit und schon aus dem Stand verfügbare enorme Beschleunigung, der durchaus überzeugende (nicht perfekte) Autopilot, das umfangreiche Bord-Infotainment - das ist schon stark. Noch bequemer geht eigentlich nur in einem modernen Schnellzug, sofern man ein leeres Abteil erwischt.

So kamen wir auch gestern wieder ganz entspannt am Ziel an, trotz viel Verkehr und mäßiger Witterungsbedingungen. Das mit Abstand stressigste war, in der Innenstadt von München das breite Schiff durch die engen Altstadtsträßchen zu manövrieren, um in Zielnähe den riesigen, aber vollen Kofferraum auszuladen. Nicht schön. Innenstädte und enge Parkhäuser sind die natürlichen Feinde eines Model S. Deshalb gleich ab damit vor die Tore der Stadt und mit der U-Bahn wieder zurück.

Grüße, Egon
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#574013
Aw: Egons blauer Elektrojet 17.12.2019 22:32 - vor 7 Monaten, 3 Wochen  
Ui, das gab es meines Wissens noch nie: Tesla kündigt vorab ein Update an, das in Europa eine gezielte Verschlechterung von Funktionen mit sich bringen wird:


Lieber Egon,

unser aktuelles Software-Update enthält Änderungen an einigen Autopilot-Funktionen, die sich auf die Funktionsweise Ihres Model S auswirken. Diese Änderungen sind notwendig, um den europäischen Vorschriften nachzukommen und betreffen lediglich einzelne Model S und Model X Fahrzeuge, da die meisten Teslas mit Autopilot bereits über diese Funktionalität verfügen. Wir sind ernüchtert über die Anforderungen, die die Regulierungsbehörden festgelegt haben, wodurch die Wirksamkeit dieser Merkmale eingeschränkt wird, und werden uns weiterhin für die Wiederherstellung der vollen Funktionalität einsetzen.

Diese Änderungen stellen Einschränkungen für einige Funktionen dar, mit denen Sie vertraut sind. Deshalb haben wir eine Zusammenfassung der Updates vorbereitet, damit Sie verstehen, was bei der Verwendung des Autopiloten erwartet werden kann:

  • Der automatische Spurwechsel ist für den Einsatz auf geteilten Straßen mit zwei oder mehr Fahrspuren in beide Richtungen eingeschränkt.

  • Sobald der automatische Spurwechsel aktiviert und die Anzeige eingeschaltet ist, wartet Ihr Fahrzeug mindestens eineinhalb Sekunden, bevor es den Spurwechsel einleitet. Desweiteren wartet es bis zu fünf Sekunden, bevor es den Spurwechsel abbricht, wenn der Spurwechsel nicht gestartet werden konnte.

  • Die Begrenzung der Lenkradbewegung, während der Verwendung der Lenkautomatik, wird verringert und kann die Fähigkeit Ihres Fahrzeuges beeinträchtigen Kurven zu manövrieren oder innerhalb der Fahrspur zu bleiben, sodass ein Eingreifen Ihrerseits verlangt wird.

  • Das Herbeirufen setzt voraus, dass man sich innerhalb eines Radius von sechs Metern um das Fahrzeug befindet.

  • Sie erhalten eine Erinnerung, das Lenkrad zu greifen, sobald es Ihre Hände am Lenkrad 15 Sekunden lang nicht erkennt.

Sie können diese Änderungen auch in den Versionshinweisen auf Ihrem Touchscreens nachlesen, indem Sie auf das Tesla "T" tippen und "Versionshinweise" auswählen.

Wir bedanken uns bei allen Tesla-Besitzern.
Mit freundlichen Grüßen,
Das Tesla-Team


Das ist bedauerlich, denn ich bin mit dem Autopiloten (AP1 mit kamerabasierter Verkehrszeichen-Erkennung) so wie er in meinem Tesla Dienst tut doch ziemlich zufrieden. Im Vergleich zu anderen Autos mit einer Kombination aus Spurhalteassistent und Radartempomat stellt er das um Klassen intelligentere, leistungsfähigere und flexiblere System dar.

Nicht perfekt, aber er berücksichtigt eine ungleich größere und variable Datenbasis. Vereinfacht ausgedrückt: Er sieht einfach mehr, reagirt darauf und lernt ständig dazu. Das hebt ihn von den einfachen statischen Systemen in vielen anderen Autos deutlich ab.

Auch eine feste Zeitspanne zur Abfrage der Fahrerpräsenz ist eine klare Verschlechterung gegenüber der bisherigen situations-adaptiven Abfrage, vom Verhalten beim Herbeirufen nicht zu reden. Das war schon bisher im Vergleich zu anderen Kontinenten bei uns lächerlich kastriert und wird sich nun noch weiter verschlechtern.

Aber am schlimmsten ist das Einschränken des Lenkradius: Das System könnte locker eine enge Kurve durchfahren, darf das aber nicht mehr. Es wird nun mitten in der Kurve seine Funktion einstellen und unmittelbar an den Fahrer übergeben - was sicher ganz enorm zur Sicherheit beitragen wird.

Sehr bedauerlich, dass aufgrund regulatorischer Vorgaben eine gezielte und sicherheitstechnisch höchst fragwürdige Verschlechterung vorgenommen werden wird.

Grüße, Egon
Egon
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