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priusfreunde.de befasst sich nicht nur mit den Hybriden des Toyota-Konzerns, sondern blickt gerne über den Tellerrand. In dieser Rubrik geht es um die Elektromobilität.
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THEMA: E-Auto-Alternativen in der Golf-Klasse
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#558432
E-Auto-Alternativen in der Golf-Klasse 29.09.2019 17:23 - vor 8 Monaten  
Ich denke darüber nach, unser hybrides Einkaufskörbchen (Toyota Auris 1 HSD), mit dem wir recht zufrieden sind, gelegentlich durch ein elektrisches Einkaufskörbchen zu ersetzen. Also ein E-Auto der Golf-Klasse, vorzugsweise gebraucht, mit ein bisschen Wohlfühl-Kram drin und selbstverständlich in Farbe und mit Glasdach.

Ob ich das wirklich umsetze, hängt davon ab, ob sich eine günstige Gelegenheit ergibt. Ich kann es auch bleiben lassen; wirtschaftlich ist es ohnehin sinnlos. Aber darum geht es auch nicht.

Bei solchen Entscheidungen ignoriere ich grundsätzlich Autos, die es geben soll oder kann oder könnte, vielleicht möglicherweise eventuell irgendwann. Wenn mich das Forum etwas gelehrt hat dann ist es, auf Ankündigungen nichts zu geben und nicht abzuwarten. Seit anderthalb Jahrzehnten lesen wir hier von Autos, die es dann später nicht gegeben hat, nicht in ausreichenden Stückzahlen, mit absurden Lieferzeiten oder sehr viel teurer als erwartet. Daher spielen angekündigte Autos in meinen Kaufentscheidungen grundsätzlich keine Rolle. Das nur vorab.

Es gibt in Deutschland faktisch gar keine große Auswahl. Man liest zwar darüber bis zum Abwinken, aber versucht mal eins zu kaufen... Wenn ich mich also umschaue, was jetzt und hier verfügbar ist und mir adäquat zum kleinen HSD-Auris die Voraussetzungen für einen sinnvollen Einsatz in Familie Egons Familienalltag zu erfüllen scheint, dann reduziert sich das sehr schnell auf sehr wenige Modelle. Das sind in erster Linie

- BMW i3
- Hyundai Ioniq Electric
- Volkswagen e-Golf

Natürlich kommen noch ein paar andere hinzu, etwa der Hyundai Kona, der Kia Niro, der Nissan Leaf II. Aber die sind zu neu, es gibt noch keinen Gebrauchtmarkt und die angebotenen Autos sind meist überteuerte Vorführer und/oder unterliegen langen Lieferzeiten. Und die Zoe ist irgendwie nicht so meins.

Meine persönlichen ungeschminkten, ab und an etwas schnodderig formulierten Gedanken zu den einzelnen Modellen sowie meine Eindrücke von diesen folgen nun. Ich freue mich gleichermaßen auf Zustimmung wie auf Widerspruch!

Grüße, Egon
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#558433
Aw: E-Auto-Alternativen in der Golf-Klasse 29.09.2019 17:23 - vor 8 Monaten  

  • Hyundai Ioniq Electric

Der Sparmeister unter den BEV. In Relation zu vergleichbaren E-Autos sind äußerst niedrige Realverbräuche realisierbar. Die eigentlich nicht üppigen 28 kWh der Vor-Facelift-Version (Facelift: 38 kWh) reichen deshalb schon und bieten eine durchaus alltaugstaugliche Reichweite.

Das Auto ist zwar sofort als alternativ angetrieben erkennbar, fällt aber trotzdem im Verkehr nicht weiter auf.

Mittelprächtiges Infotainment. Funktioniert, ist aber in einigen Details nicht ganz durchdacht. Das fällt besonders im direkten Vergleich zu dem auf, was BMW und VW verbauen - die sind einfach besser, beide. Das Navi ist ok.

Mit Abstand schlechtester AC-Bordlader im Feld. Wie bei den Konzernschwestern Hyundai und Kia üblich einphasig 1 x 32 A (7,4 kW). An den weit verbreiteten 11 kW dreiphasig (3 x 16 A) gibt es dann nur sehr bescheidene 3,6 kW, das ist praktisch Haushaltssteckdose. An den ebenfalls üblichen 22 kW dreiphasig (3 x 32 A) gibt es wegen der Schieflast-Regelung meist nur 1 x 20 A, das sind 4,6 kW.

Dafür DC bis über 70 kW. Das ist schon etwas mutig in Relation zur kleinen Akku-Kapazität, lässt sich aber sehr einfach umgehen, indem man auf die DC-Lader bis 50 kW zurückgreift. Die sind ohnehin am häufigsten anzutreffen. Mäßig leistungsfähige Akkukühlung über Gebläse.

Das Facelift-Modell hat als Hauptvorteil den größeren Akku. Die Ladekurve wurde im Vergleich zum Vor-Facelift stark beschnitten, was aber gut für die Akkugesundheit und zudem nur bei DC-Ladern <50 kW von Relevanz ist. Das würde ich also nicht überbewerten. Viel ärgerlicher ist, dass Hyundai die schönen Drehregler eingespart ist. Dafür gibt es jetzt Up-Down-Felder -> klare Verschlimmbesserung.

Der Spurhalteassistent verliert immer mal wieder die Fahrbahnbegrenzungen. Das System ist so programmiert, dass es den Fahrer permanent, aber sehr angenehm unterstützt. Nie fühlt es sich lästig oder nervig an. Kein Autopilot, aber sehr schön umgesetzt und von hohem praktischen Nutzen. Kann man immer aktiv lassen, macht sich ausschließlich positiv bemerkbar.

Der Nutzwert des Ioniq EV ist hoch: Gut Platz für 5, brauchbarer Kofferraum, ein vorderer ist nicht vorhanden und auch verzichtbar. Dafür ist der Wagen relativ lang. Er ist mit belüfteten Vordersitzen erhältlich, in dieser Klasse ein Alleinstellungsmerkmal.

Keine Fernsteuerung per App für die Europa-Modelle. Das ist ein großes Manko gegenüber den Mitbewerbern.

Gebrauchtfahrzeuge: Teuer und in Farbe mit Glasdach nur sehr wenige einzelne Exemplare verfügbar. Das Erscheinen des Facelift-Modells ist auf dem Gebrauchtmarkt bislang ohne jede Auswirkung auf die Preise geblieben.

Grüße, Egon
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#558434
Aw: E-Auto-Alternativen in der Golf-Klasse 29.09.2019 17:23 - vor 8 Monaten  

  • BMW i3

In vielerlei Hinsicht bei seinem Erscheinen 2013 seiner Zeit voraus, wirkt auch 6 Jahre später nicht veraltet. Er verfügt über ein ausgereiftes Akku- und Lade-Management. Der Akku wird temperiert, es gibt einen dreiphasigen AC-Bordlader (11 kW) und DC real etwas über 40 kW.

Die Carbon-Karosserie spricht eher gegen eine Anschaffung als dafür; diese BMW-Entscheidung hatte mehr unternehmenspolitische als technische Gründe. Sie hat letztlich dazu geführt, dass das Auto in Produktion und Verkauf außergewöhnlich teuer wurde und in der BMW-Modellpalette ein ungeliebtes Kind geblieben ist. Ungewöhnlicher Materialmix im Innenraum.

Sehr auffälliges weil ungewöhnliches Erscheinungsbild: Schmal und hoch das Auto, schmal und hoch die Reifen, auf denen es steht. Viel Platz für 2 mit Gepäck bei nur 4 Meter Fahrzeuglänge, im Grunde ein 2+2-Sitzer. Vorne sehr bequem und luftig durch die weit entfernte große Frontscheibe. Ausreichender Kofferraum, aber leider ohne doppelten Boden. Unter der Motorhaube ist ein von der Größe her brauchbares Zusatzfach, das aber nicht gegen Wasser abgedichtet ist. Beim Befahren nasser Straßen wird es dort nass.

Praxisfremdes Türkonzept mit fehlender B-Säule und gegenläufigen Türen hinten. Das hat durchaus auch Vorteile, so lange auf der jeweiligen Seite sonst nichts ist. Parkt man aber parallel zu einem anderen Auto, was im Alltag nunmal ständig passiert, kommt man hinten nicht vernünftig rein oder raus. Zudem ist man dann zwischen vorderer und hinterer Tür eingesperrt. Im Alltag überwiegen einfach die Nachteile, schade.

Hinten keine akzeptable Klimatisierung wegen fehlender Ausströmer - es ist dort eigentlich immer zu kalt oder zu heiß, je nach Jahreszeit. Die hinteren Fenster sind fest, lassen sich also nicht öffnen und bieten zudem bei höheren Tempi keinen perfekten Schutz gegen Zugluft. Das eigentlich ausreichend große Glasdach lässt sich nur halb öffnen und der Dachhimmel lässt zum Innenraum nur zwei relativ kleine Dachluken frei, die sich manuell mit halbtransparenten Abdeckungen verschließen lassen.

Fast schon sportliche Beschleunigung, das Auto ist eher über- als untermotorisiert. Akzeptabler Verbrauch bis 100 km/h, darüber wird es aber ziemlich unerfreulich. Schlechter Geradeauslauf bei Autobahntempo. Mäßiger Spurhalteassistent und Einschränkungen schon ab 60 km/h. Gutmütiger Radar-Tempomat, auch die sonstigen Assistenzsysteme sind BMW-typisch auf der Höhe der Zeit.

Bescheuerte Modellbezeichnung (60/94/120 Ah) mit großem Verarschungs-Potenzial. 94 Ah entspricht 33 kWh Brutto, 120 Ah 42 kWh Brutto. Mit dieser Akku-Kapazität kann man schon etwas anfangen. Hingegen sind die 22 kWh der 60 Ah-Version im Alltag zu wenig.

Ausgezeichnetes Infotainment mit auf Wunsch einigen kostenpflichtigen, aber sehr gut funktionierenden Zusatzdiensten. Etwas eigenwillig in der Darstellung aufgrund des sehr breiten, aber niedrigen Displays. Trotzdem richtig gut gemacht, Respekt. Prima Smartphone-App mit nützlichen Fernzugriffs-Funktionen.

Das Auto hat eine eingebaute SIM mit einem 3G-Modul, das nicht auf 4G erweiterbar ist. Ab schätzungsweise 2021 wird man wegen des angekündigten 3G-Rückbaus der Netzbetreiber mit allmählich zunehmenden Fallbacks auf 2G rechnen müssen, was die Nutzung dann einschränken, aber nicht unmöglich machen wird.

Insgesamt gute E-Technik, extravagant verpackt bei eingeschränktem praktischem Nutzwert.

Gebrauchtfahrzeuge: 22 kWh günstig, 33 und 42 kWh teuer. Große Auswahl, auch in Farbe. Das Erscheinen des 43 kWh-Modells ist auf dem Gebrauchtmarkt bislang ohne Auswirkung auf die Preise des 33 kWh-Modells.

Grüße, Egon
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#558435
Aw: E-Auto-Alternativen in der Golf-Klasse 29.09.2019 17:23 - vor 8 Monaten  

  • VW e-Golf

Unauffälliges Auto mit den anerkannt guten Allround-Qualitäten des VW Golf 7. Ausgewogenes Verhältnis von Fahrzeuggröße und Platz, brauchbarer Kofferraum, kein vorderer vorhanden und verzichtbar.

Wie beim BMW merkt man auch beim Golf sofort, dass die deutschen Hersteller hinsichtlich Infotainment und Assistenzsystemen eine Kernkompetenz aufgebaut haben. Das ist jetzt in ein paar Zeilen nicht zu vermitteln, einfach mal ausprobieren (baugleich in den meisten anderen aktuellen VWs). Alles ist dort, wo man es erwartet und funktioniert genau so, wie man es erwartet. Kleines Beispiel: Radiosender werden automatisch mit einem ansprechenden passenden Senderlogo versehen. Und die Verkehrszeichenerkennung verdient diese Bezeichnung tatsächlich.

Das klingt jetzt vielleicht nicht so wahnsinnig aufregend, aber man vergleiche das bitte mit dem, was andere Hersteller an dieser Stelle zu bieten haben. So ungefähr verhält es sich auch mit vielen anderen Assistenzsystemen und sonstigen Dingen: Es funktioniert einfach, und es funktioniert gut.

Der Akku wird nicht temperiert und die Ladekurve beim DC-Laden wird ziemlich stur bei etwas über 40 kW gehalten, auch wenn das Wohlfühl-Temperaturfenster des Akkus verlassen wurde. Das muss man nicht überbewerten, aber eine positive Eigenschaft ist es nicht. Ein versierter BEV-Fahrer wird es berücksichtigen, indem er bei sehr niedrigen oder hohen Außentemperaturen DC-Ladungen vermeidet oder dann auf 20 kW-Lösungen zurückgreift (auf 20 kW limitierte DC-Lader gibt es oft bei Ikea).

Der zweiphasige AC-Bordlader (2 x 16 A = 7,4 kW) ist OK und der nominell gleichstarken Hyundai-/Kia-Lösung (1 x 32 A = 7,4 kW) im Alltag deutlich überlegen.

Die Fahrassistenz in den gehobenen Ausstattungsvarianten ist echt gut. Der e-Golf fährt schon fast halbautonom, jedenfalls hat er das Zeug dazu. Auch das ist kein Autopilot, aber im Vergleichsumfeld (i3, Ioniq) ist er klar der beste.

Der e-Golf war und ist nicht mit Glasdach erhältlich. Das ist für mich persönlich ein sehr großer Nachteil, gleichwohl kein endgültiges KO-Kriterium.

Die App und deren Steuermöglichkeiten sind - gehobene Ausstattung des Fahrzeugs vorausgesetzt - ganz brauchbar. Die Fahrer melden jedoch ein zu hohes Maß an Unzuverlässigkeit. Vermutlich ist das auf VW-Seite serverseitig, also ein IT-Problem.

Gebrauchtfahrzeuge (E300): Teuer und in Farbe sehr wenige Fahrzeuge verfügbar. Die Neupreisreduzierung seitens des Herstellers (in Erwartung des ID.3, der nicht bestellbar ist, aber noch kommen soll) ist auf dem Gebrauchtmarkt bislang ohne jede Auswirkung.

Grüße, Egon
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Letzte Änderung: 29.09.2019 17:42 von Egon.Grund: Text ergänzt.
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#558436
Aw: E-Auto-Alternativen in der Golf-Klasse 29.09.2019 17:24 - vor 8 Monaten  
Soweit meine Gedanke. Das darf gerne nach Herzenslust ergänzt, korrigiert und kommentiert werden. Weitere Modelle, Ideen, Anregungen? Wir haben noch reichlich Platz im Forum, also haut rein!

Grüße, Egon
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#558447
Aw: E-Auto-Alternativen in der Golf-Klasse 29.09.2019 18:36 - vor 8 Monaten  
Herzlichen Dank, lieber Egon! Ich habe ähnliche Gedanken, meinen Auris mit dem L drauf zu ersetzen. Du hast die Fakten viel umfassender und besser beschrieben, als ich es könnte. Mir sind z.B. Infotainment-Dinge eher unwichtig.

Ich pers. würde zum Ioniq tendieren, eben wegen der DC-Fähigkeiten. Hier sehe ich aber schon ein unwägbares Risiko, daß der Akku kurz nach Ablauf der Garantie "verbrannt" ist.

Du hingegen hast oft von AC-Destination-Charging geschrieben. Also Typ 2 mit 11-22kW beim Supermarkt, Theater usw., nicht? Wenn das auch auf das Fahrprofil des Auris zutrifft, würde ich fast zum Golf raten. Der Hyundai ist hier schlecht. Der i3 ist ab 3 Personen echt doof. Carbon, klar, auch doof. Technisch halte ich ihn für den solidesten der 3 genannten Kandidaten.

LG und ich wünsche ein geschicktes Händchen
Klaus
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#558448
Aw: E-Auto-Alternativen in der Golf-Klasse 29.09.2019 18:39 - vor 8 Monaten  
Um dich mit Tipps bereichern zu können: welches preisliche Limit hast du dir gesetzt?

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#558452
Aw: E-Auto-Alternativen in der Golf-Klasse 29.09.2019 18:57 - vor 8 Monaten  
Noch eine Anmerkung zum i3. Ich finde, dass der Einstieg für Ältere vorne sehr schwer ist, der Schweller ist sehr breit und hoch, hinten ist es etwas besser...
Der Kofferraum wird Deine Ansprüche bezüglich Transportmöglichkeiten kaum befriedigen können, lieber Egon...

Gruß
Martin
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#558454
Aw: E-Auto-Alternativen in der Golf-Klasse 29.09.2019 19:04 - vor 8 Monaten  
Alle 3 Kandidaten wirken sehr kompromissbehaftet.
Der Hyundai versagt irgendwie beim normalen Laden (wer hat einen DC-Lader vor der Haustür?).
Der BMW ist einfach ein unfassbar unschönes (um nicht zu sagen hässliches) Auto, wenn man darüber hinwegsehen kann, dann ist der Preis hoch.
Der Golf ist nun mal kein Auto das dafür gedacht war, elektrisch zu fahren. Kleine Akkukapazität und das Kühlproblem, davon abgesehen scheint er ganz ok zu sein, aber es ist halt ein VW.

Nunja was mich letztendlich vom BMW oder VW abbringen würde ist ziemlich subjektiv aus meiner Sichtweise aber reicht für mich dass ein Kauf nicht in Frage käme wenn ich in der Klasse suchen würde.

Was ist denn an dem Auris verkehrt? Fährt mit 4,x Litern und macht wahrscheinlich keine Probleme. Angesichts der Tatsache dass da aktuell sehr viele Fahrzeuge in der Pipeline stecken, würde ich definitiv noch abwarten. Gerade der e-Corsa oder e-208 oder Honda e könnten die Voraussetzungen gut erfüllen, ja die sind eine Fahrzeugklasse niedriger angesiedelt, aber muss es wirklich C-Segment sein?
Dass ein e-Up zu klein wäre könnte ich ja noch verstehen. Ansonsten könnte man den aber auch nehmen.
Aber auch wenn man etwas größeres will...ID3, Model Y.
Ja du sagtest du schaust nach Fahrzeugen die verfügbar sind. Ok, dann vergiss die alle und nimm den Model 3. Alles andere bringt doch offenbar nichts, zum jetzigen Zeitpunkt.

Für mich ist es irgendwie viel zu früh auf Elektro umzusteigen, mag daran liegen dass ich erst seit 15 Tagen Hybrid fahre und nicht seit 15 Jahren wie einige andere, für mich ist schon der Hybrid-Antrieb so zukunftsweisend dass ich damit die nächsten Jahre versorgt bin, in der Zwischenzeit hoffe ich auf einen angemessenen Ausbau einer Lade-Infrastruktur und der breiten Verfügbarkeit von guten E-Autos, sodass ich wenn ich mir ein neues Fahrzeug kaufen möchte einfach das richtige aussuche und mich nicht für irgendeinen halbgaren Kompromiss entscheiden muss.

Mit dem Tesla konntest du da natürlich schon mehr Erfahrungen sammeln. Aber damit hast du auch Zugriff auf die Supercharger, das hat der Konkurrenz schon was voraus, denn neben den Supercharger kannst du auch überall dort laden, wo die laden.
Marcel21
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#558456
Aw: E-Auto-Alternativen in der Golf-Klasse 29.09.2019 19:23 - vor 8 Monaten  
Egon schrieb:

  • Hyundai Ioniq Electric

Der Sparmeister unter den BEV. In Relation zu vergleichbaren E-Autos sind äußerst niedrige Realverbräuche realisierbar. Die eigentlich nicht üppigen 28 kWh der Vor-Facelift-Version (Facelift: 38 kWh) reichen deshalb schon und bieten eine durchaus alltaugstaugliche Reichweite.

Die Sparmeister-Qualitäten des Ioniq erzeugen ein Wohlfühlgefühl, wie ich es vom Prius kenne, allerdings mit einem sauberen Antrieb der nächsten Generation. Genauso wie der Prius ist der kleine Ioniq eine Ikone mit unverändert hoher Zuverlässigkeit. Beim E-Cannonball Rennen an diesem Wochende hat der Wagen in der Leistungsklasse 2 einen hervorragenden zweiten Platz hinter einem 64 kWh Kona aber noch vor einem Tesla Model 3 Standard Range belegt.

Mit Abstand schlechtester AC-Bordlader im Feld. Wie bei den Konzernschwestern Hyundai und Kia üblich einphasig 1 x 32 A (7,4 kW). An den weit verbreiteten 11 kW dreiphasig (3 x 16 A) gibt es dann nur sehr bescheidene 3,6 kW, das ist praktisch Haushaltssteckdose. An den ebenfalls üblichen 22 kW dreiphasig (3 x 32 A) gibt es wegen der Schieflast-Regelung meist nur 1 x 20 A, das sind 4,6 kW.
Mit 4,6 kW ist die Batterie spätestens in 6 Stunden voll. Aber selbst 2,3 kW sind kein Problem, wenn über Nacht zuhause geladen wird. Auf längeren Strecken unterwegs sind DC Lader zu bevorzugen. Davon gibt es in meiner Umgebung zwischen Hamburg, Bremen, Hannover, Cuxhaven und Lübeck viele. Bisher fiel der langsame AC Bordlader nicht negativ auf.

Dafür DC bis über 70 kW. Das ist schon etwas mutig in Relation zur kleinen Akku-Kapazität,
Die knapp 70 kW gibt es auch nur in einem begrenzten Bereich. Danach fällt die Ladekurve ab.

Mäßig leistungsfähige Akkukühlung über Gebläse.
Abgesehen vom hörbaren Lüfter während des Ladens habe ich keine Einschränkungen während meiner Fahrt nach Riga bei sommerlichen Temperaturen um die 30 Grad bemerkt. Mit EVNotify habe ich die Akkutemperaturen bei der 8. Ladung am Tag nach 780 km Fahrt gemessen. Bei der Ankunft an der Ladestation 33 Grad min, 38 Grad max bei der Abfahrt 40 Grad min, 46 Grad max. Das sind gute Werte.

Viel ärgerlicher ist, dass Hyundai die schönen Drehregler eingespart ist. Dafür gibt es jetzt Up-Down-Felder -> klare Verschlimmbesserung.
Erinnert mich an die Einsparungen im P3 im Vergleich zum P2. Für mich ein Grund den kleinen zu wählen.

Der Spurhalteassistent verliert immer mal wieder die Fahrbahnbegrenzungen. Das System ist so programmiert, dass es den Fahrer permanent, aber sehr angenehm unterstützt. Nie fühlt es sich lästig oder nervig an. Kein Autopilot, aber sehr schön umgesetzt und von hohem praktischen Nutzen. Kann man immer aktiv lassen, macht sich ausschließlich positiv bemerkbar.
Der adaptive Tempomat bremst manchmal unerwartet, weil er glaubt ein Hindernis zu sehen. Das passiert fast immer nur bei Kurvenfahrten. Dann ist das Hindernis neben der Spur. Nur einmal wurde auf gerader Strecke an einem Bahnübergang gebremst. Ich nutze den Tempomat sehr oft, auch in der Stadt im Stau. Er geht bis 0 km/h runter.

Der Nutzwert des Ioniq EV ist hoch: Gut Platz für 5, brauchbarer Kofferraum, ein vorderer ist nicht vorhanden und auch verzichtbar. Dafür ist der Wagen relativ lang. Er ist mit belüfteten Vordersitzen erhältlich, in dieser Klasse ein Alleinstellungsmerkmal.
Da ich bis dahin belüftete Sitze nicht kannte, hielt ich diese für eine nette Spielerei, mehr nicht. Seit diesem Sommer halte ich dieses Feature für sehr angenehm und nützlich, gerade wenn man leicht verschwitzt ist.

Keine Fernsteuerung per App für die Europa-Modelle. Das ist ein großes Manko gegenüber den Mitbewerbern.
Zuhause benutze ich manchmal EVNotify zur Ladungsüberwachung, da ich nur bis 70% oder 80% lade. Allerdings kann man die Zeit auch berechnen. Die Gesamtladezeit wird im Wagen angezeigt. Davon werden 2 Stunden pro 10% abgezogen bei Steckdosenladung. In Polen und Baltikum hat die App nicht funktioniert, war aber nicht schlimm. Es gab bisher bis auf eine E.ON Problemsäule in Stade keine Ladeabbrüche. Gestern hat sie wieder funktioniert.
gerbre
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Letzte Änderung: 29.09.2019 19:34 von gerbre.
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#558458
Aw: E-Auto-Alternativen in der Golf-Klasse 29.09.2019 19:26 - vor 8 Monaten  
Sorry, ich bin kein VW-Liebhaber, aber:
Marcel21 schrieb:
Der Golf ist nun mal kein Auto das dafür gedacht war, elektrisch zu fahren.
Der Auris 1 Hybrid wurde zunächst auch nicht als Hybrid entwickelt.
Kleine Akkukapazität und das Kühlproblem
Kleine Kapazität? Der 300er (ab 2017)? Der wird womöglich weiter kommen, als i3 94Ah oder Ioniq vFL.
Kühlproblem? Quelle bitte.

Was ist denn an dem Auris verkehrt?
Interessante Fragen, aber hier am Thema vorbei, wie mir scheint.

Für mich ist es irgendwie viel zu früh auf Elektro umzusteigen, mag daran liegen dass ich erst seit 15 Tagen Hybrid fahre und nicht seit 15 Jahren wie einige andere, für mich ist schon der Hybrid-Antrieb so zukunftsweisend dass ich damit die nächsten Jahre versorgt bin, in der Zwischenzeit hoffe ich auf einen angemessenen Ausbau einer Lade-Infrastruktur und der breiten Verfügbarkeit von guten E-Autos, sodass ich wenn ich mir ein neues Fahrzeug kaufen möchte einfach das richtige aussuche und mich nicht für irgendeinen halbgaren Kompromiss entscheiden muss.
Freu Dich einfach, daß Du im sicheren Hafen Prius bzw. HSD angekommen bist! Überlege nun in Ruhe die weiteren Schritte. Und freu Dich in passenden Threads über den Camry. Gerne auch mit Bildern.

LG
Klaus
KSR1
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#558460
Aw: E-Auto-Alternativen in der Golf-Klasse 29.09.2019 19:49 - vor 8 Monaten  
Den E-Golf gibt's bei Vehiculum gerade für 107 € + USt (36M/0AZ/10tkm) + 654 € (+ USt) Werksabholung. Also 5.400 € für 3 Jahre leihen, plus Service (900 € + USt), Reifen und ggf. Garantieverlängerung. Angebot gilt nicht mehr lange. Ob man mit der VW Bank einen Vertrag abschließen will, ist ein eigenes Thema.
bernd_w
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#558462
Aw: E-Auto-Alternativen in der Golf-Klasse 29.09.2019 19:57 - vor 8 Monaten  
Der Thread ist schon unter meinen Lesezeichen geparkt, danke Egon!
Gute Chancen auf meinen neuen Lieblingsthread hihi

Am Rande, falls es ein Ioniq wird, melde ich schonmal Interesse an
freaktuner
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#558465
Aw: E-Auto-Alternativen in der Golf-Klasse 29.09.2019 20:05 - vor 8 Monaten  
bernd_w schrieb:
Den E-Golf gibt's bei Vehiculum gerade für 107 € + USt (36M/0AZ/10tkm) + 654 € (+ USt) Werksabholung.
E-Autofahren macht Spaß. Mein Ioniq hat nach 3 Monaten bereits 7500 km auf dem Kilometerzähler stehen. Das wird sich hoffentlich wieder normalisieren. Aber 10tkm sind vermutlich für jeden Fahrer schwer zu halten.
gerbre
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#558469
Aw: E-Auto-Alternativen in der Golf-Klasse 29.09.2019 20:28 - vor 8 Monaten  
KSR1 schrieb:
Ich pers. würde zum Ioniq tendieren, eben wegen der DC-Fähigkeiten. Hier sehe ich aber schon ein unwägbares Risiko, daß der Akku kurz nach Ablauf der Garantie "verbrannt" ist.

Wegen häufiger DC-Ladungen (sind ja meistens nur nötig, wenn man Langstrecke fährt) oder hast Du generell kein Vertrauen in den Ioniq-Akku? Falls letzteres, warum?
ex_sloth
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