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THEMA: Klartext zum Klimawandel
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#551120
Aw: Klartext zum Klimawandel 15.08.2019 11:56 - vor 1 Monat  
Ja, es ist das alte Problem, wenn Leute nicht unterscheiden können, zwischen der Energiemenge, welche unsere Sonne bereitstellt und dem daraus resultierenden Anteil, der innerhalb der nächsten 10 bis 20 Jahre in nutzbare Energieträger wie Strom oder Wasserstoff umgewandelt werden kann.

Und welchen Anteil diese Energiemenge wiederum an unserem Gesamtenergiebedarf hat, leider einen viel zu geringen.

Ergo: ENERGIEEFFIZIENZ kann man gar nicht groß genug schreiben.

eppf
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#551138
Aw: Klartext zum Klimawandel 15.08.2019 13:25 - vor 1 Monat  
eppf schrieb:
dukesim schrieb:
"Und wer immer noch meint, mit 130kmh über die Bahn brettern zu müssen, hat den energiepolitischen Kanonenschuss auch nicht gehört."Eine "steile" These für jemand, der sich im Tempolimit-Thread als Tempolimitgegner äußerst.

Kompromissbereitschaft spricht hier weniger aus deinen Worten. Ok, machen wir meinetwegen in D durchgängig 100 auf der Autobahn und 80 auf der Landstraße.(...)


Wieso steil? Ich fahre einfach so gut wie immer ca. 90 auf der Autobahn und fertig. Ich darf das und muss auch keinen darum bitten oder jemandem irgendwas aufzwingen (darum fahre ich auch 100 auf der Landstraße). 3,3l/100km an der Tanke bekomme ich damit raus mit dem P4.

Für dich sind die über-Richtgeschwindigkeit-Fahrer die "Unvernünftigen" (mal nur auf Energie bezogen, Sicherheit hier mal außen vor), für mich ist jeder "unvernünftig", der 130 fährt und keinen Hybrid hat.

50% mehr

Unvernünftig in Anführungszeichen, weil ich keine Wertung vornehme. Denn ich halte den Klimawandel für unproblematisch und lasse jedem seine energetische Spielereien. Ich fahre aus Spaß an der Wissenschaft und aus wirtschaftlichen Gründen und wegen dem Komfort langsam. Also aus scheinbar niedrigen Beweggründen.

Eine Wertung mache ich dann, wenn die Leute Hypokrisie betreiben und vermeintlich innerste Überzeugungen nach außen an höhere Mächte und vor allem Mitmenschen delegieren wollen, obwohl es ,wie in diesem ganz konkreten Beispiel, ganz einfach möglich wäre, höchstselbst etwas zu tun.
dukesim
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Letzte Änderung: 15.08.2019 13:41 von dukesim.
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#551139
Aw: Klartext zum Klimawandel 15.08.2019 13:28 - vor 1 Monat  
Das stimmt, viel zu oft wird gemeint, durch Erneuerbare Energien könnte man unendlich viel Strom verschwenden. Ist ja jetzt "umweltfreundlich" und vor allem "unendlich".

Irgendeine Microsoft Cloud Server Farm saugt beispielsweise den Strom von einem ganzen Windpark ab. Die Gemeinden müssen ihn von woanders her holen.

Ich stelle mir gerade einen Windpark vor, der den Frankfurter Flughafen mit "Grünem Kerosin" täglich versorgt. Und zwar mit Überschuss Puffer (der in Tanks gelagert wird) für die windflauen ein/zwei Wochen.
cirr_s
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P-2; 2008; arctisblau; SOL ohne Extras;
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#551259
Aw: Klartext zum Klimawandel 16.08.2019 11:51 - vor 1 Monat  
dukesim schrieb:
...für mich ist jeder "unvernünftig", der 130 fährt und keinen Hybrid hat.Was das mit Hybrid oder nicht Hybrid zu tun hat, bleibt dein Geheimnis.

Denn ich halte den Klimawandel für unproblematisch ... Das ist der Punkt, wo die Diskussion für mich beendet ist, weil es bei dieser Leugnung keinen Sinn mehr macht.

Genauso verkneife ich mir schon lange Antworten auf Kommentare, wo jemand anzweifelt, dass die Amis auf dem Mond waren. Ist ziemlich genau dieselbe "Güteklasse".

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#551299
Aw: Klartext zum Klimawandel 16.08.2019 18:13 - vor 1 Monat  
@eppf

Einen Hybrid (am besten einen der neuen Generation und mit ACC) braucht man, damit man hinter dem LKW besonders viel spart. Fährt man immer nur 130, relativiert sich der Hybrid-Vorteil.
D.h. die vernünftige Lösung ist 90 und Hybrid. Ein Benzin-Golf in der gleichen Klasse pustet dann nicht nur 50% mehr raus, sondern auch mal 70...90% mehr.


Naja, ok. Der Ansicht kann man sein. Wenn dir ein 130km/h-Heuchler lieber ist, als jemand, der aus anderen Gründen "aus Versehen" vermeintlich das Klima schont, dann geht es dir scheinbar gar nicht wirklich um das Klima, sondern nur um den Anschein der heeren Absichten.

Wie gesagt, jeder der CO2-Reduktion es ernst meint, muss das durch sein Handeln beweisen. Ab in den Prius (oder auch einen kleines E-Auto) und ab hinter den LKW. Bevor das nicht sehr viele machen, sind das alles Heuchler (vor allem wenn sie am Stammtisch und an der Wahlurne den Klimaretter raushängen lassen).

Das ist das was die Naturwissenschaft sagt: 50%.
dukesim
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Letzte Änderung: 16.08.2019 20:15 von dukesim.
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#551304
Aw: Klartext zum Klimawandel 16.08.2019 18:43 - vor 1 Monat  
dukesim schrieb:
Wie gesagt, jeder der CO2-Reduktion es ernst meint, muss das durch sein Handeln beweisen. Ab in den Prius (oder auch einen kleines E-Auto) und ab hinter den LKW. Bevor das nicht sehr viele machen, sind das alles Heuchler (vor allem wenn sie am Stammtisch und an der Wahlurne den Klimaretter raushängen lassen).Ich sehe das ein klein wenig anders - auch wenn du in der Sache Recht hast.
Entscheidend für das Klima(-gas CO2)ist der persönliche Fußabdruck, darüber sind wir uns hoffentlich einig. Wer also an einer Stelle deutlich weniger CO2 emittiert, als der Durchschnitt seiner Mitbürger (ich bin realistisch und vergleiche hier nur die Einwohner eines Landes, nicht etwa Sudan mit Saudi-Arabien), sollte halbwegs ruhigen Gewissens an anderer Stelle etwas mehr verbrauchen dürfen.

Als Bewohner Deutschlands unterliege ich immerhin vielen Sachzwängen. Ich bin ins System eingebunden. So muss ich z.B. irgenwo wohnen, heizen, irgendwie zur Arbeit gelangen und irgend etwas essen.

Was ich nicht muss: (Grundsätzlich) In den Urlaub fliegen, ein verbrauchsintensives Auto fahren (und jeden Meter damit zurücklegen, obwohl es auch mit dem Fahrrad ginge). Ich muss auch kein Fleisch essen. Übrigens muss ich auch keinen Nachwuchs zeugen, was bekanntlich das größte Einsparpotential darstellt...

Zurück zu den 130 Km/h: Wenn jemand ab und zu mal 130 fährt, ansonsten aber sehr defensiv und Sprit sparend und viele seiner Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegt, ist mir das um Längen lieber, als Zeitgenossen, die sich gar nicht um die Auswirkungen ihrer Lebensweise kümmern und wann immer möglich mit 180 Km/h unterwegs sind.

Nicht falsch verstehen: Ich verabscheue Raserei! 130 Km/h ab und zu halte ich jedoch für vertretbar, wenn ein Bewusstsein für die eigenen Emissionen besteht und man insgesamt auf seinen Fußabdruck achtet. Auf alles zu verzichten, während alle um einen herum "aus dem Vollen schöpfen", als gäbe es kein Morgen, geht mir zu weit.

Wie gesagt, jeder der CO2-Reduktion es ernst meint, muss das durch sein Handeln beweisen.Machst du grundsätzlich nur Urlaub zu Hause? Fliegst du konsequent gar nicht? Verzichtest du auf Fleisch? Du fährst einen Prius. Hätte ein Yaris nicht gereicht? Oder gar kein Auto?

Mit Sicherheit findet man auch bei dir einige Schwächen. Trotzdem würde ich dich nicht pauschal als "Heuchler" bezeichnen.
Haehnchen
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#551310
Aw: Klartext zum Klimawandel 16.08.2019 20:13 - vor 1 Monat  
@Haehnchen

Naja, mit "verbrauchen dürfen" und "Sachzwänge" fällst du ca. in die Klimaleugner-Stufe 5 bis 6 laut Wikipedia.

Wenn man das 2-Grad-Ziel des zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) erreichen will, reicht das bei weitem nicht.

Sachzwänge und sowas hat da keine Priorität. Von Sachzwängen zu reden ist Heuchelei. Das macht die Bundesregierung auch.

Noch einmal ganz wichtig:
Das sind alles nicht meine Überzeugungen (ehrlich gesagt finde ich die Ausführungen da auf Wikipedia unwürdig), sondern nur die sachliche Einschätzung. Ich bin auf Klimaleugner Stufe 2 bis 5. Eppf hat schon sein angewidert-Sein kundgetan. Mich schert mein CO2-Ausstoß nicht. Trotzdem ist er nicht besonders groß, weil ich, bis auf 15000km p. a. Priusfahren, nicht mobil bin, wenig Fleisch esse und mein Geld für teure aber energetisch wenig aufwendige Produkte aufwende (Qualität statt Quantität). Ich beziehe ironischerweise 100% Wasserkraft-Strom.
Das mit Abstand aller, aller Wichtigste für den CO2-Austoß: Ich habe keine Kinder gezeugt.
Die Vorgaben des IPCC verfehle ich natürlich trotzdem haushoch.

Meine Aussagen (50% mehr Kraftstoffverbrauch) beziehen sich auf rein technische Zusammenhänge. Als jemand der sich sowohl institutionell mit dem höchsten Abschluss, als auch intensiv autodidaktisch mit Technik und Energie beschäftigt, wollte ich noch einmal ganz besonders darauf hinweisen, welch hohes Potential an CO2-Einsparung in der Fahrweise auf der Autobahn steckt. Weil das Potenzial so extrem hoch ist, muss jeder, der sich wirklich Sorgen um seinen CO2-Ausstoß macht, hier konsequent handeln.
Ausreden gibt es dann nicht. Die meiste Zeit ist 94 auf dem Tacho (Abstand "halber Tacho"=2 Balken beim ACC). Ich weiß ja, dass es funktioniert, weil ich es immer mache.
dukesim
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Letzte Änderung: 16.08.2019 22:27 von dukesim.
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#551318
Aw: Klartext zum Klimawandel 16.08.2019 21:38 - vor 1 Monat  
Ein weitaus höheren Einfluß wäre Aufforsten, hier in Europa und natürlich in Amazonien !!
lufo
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#551322
Aw: Klartext zum Klimawandel 16.08.2019 22:02 - vor 1 Monat  
Leider sorgt aber unsere Politik momentan dafür, dass in Amazonien der Regenwald weniger wird und bei uns müssen wir von Glück reden, soviel wieder aufgeforstet zu bekommen, was derzeit am Absterben ist.

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#551324
Aw: Klartext zum Klimawandel 16.08.2019 22:16 - vor 1 Monat  
lufo schrieb:
Ein weitaus höheren Einfluß wäre Aufforsten, hier in Europa und natürlich in Amazonien !!

Würde man eine Fläche von ganz Deutschland mit Bäumen zustellen könnte man damit maximal 1% des US-Ausstoßes an CO2 binden können. Also wohin mit den ganzen Bäumen um den Rest an CO2 zu binden? Sahara wäre eine Idee, aber ich glaube da stehen nicht ohne Grund keine Bäume.

Also liegt der höhere Einfluss wohl doch bei der CO2-Einsparung.
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#551356
Aw: Klartext zum Klimawandel 17.08.2019 09:39 - vor 1 Monat  
dukesim schrieb:
@Haehnchen

Naja, mit "verbrauchen dürfen" und "Sachzwänge" fällst du ca. in die Klimaleugner-Stufe 5 bis 6 laut Wikipedia.
Wieso "Klimaleugner"? Eine Unterstellung. Keiner einzigen der 13 auf Wikipedia angeführten Ausreden entspricht meiner Meinung. Ich leugne doch gar nicht, dass der Klimawandel durch den CO2-Ausstoß des Menschen entsteht. Im Gegenteil: Ich bin davon überzeugt, dass es so ist!

Wenn man das 2-Grad-Ziel des zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) erreichen will, reicht das bei weitem nicht.WAS genau reicht dann bei weitem nicht? Die 2 Grad oder die bisher erwogenen Maßnahmen?

Sachzwänge und sowas hat da keine Priorität. Von Sachzwängen zu reden ist Heuchelei. Das macht die Bundesregierung auch.Sorry, aber meine Einstellung mit der weitestgehenden Untätigkeit der Bundesregierung auf eine Stufe zu stellen, betrachte ich als persönliche Beleidigung. Mit der Politik dieser Bundesregierung gehe ich in keinem Bereich konform.

Ich habe einige Punkte aufgeführt, die ich nun einmal nicht ändern kann (wohnen, heizen, Arbeitsweg usw.). Es gibt niemals 100 Prozent, jeder kann seinen eigenen Fußabdruck nur bestmöglich minimieren. Ein "bisschen Leben" muss schließlich bleiben. Das geht zwar auch gut ohne SUV, ohne Fleisch, ohne jährliche Fernreisen und ohne Kreuzfahrt, aber grundlegende Dinge sind nun einmal vorhanden. Letztlich atme ich auch CO2 aus. Wo ziehst du die Grenze?

Mich schert mein CO2-Ausstoß nicht.Wieso kann ich dir im Moment so gar nicht folgen?
Trotzdem ist er nicht besonders groß...Das ist mindestens die gleiche Heuchelei, die du mir, bzw. den 130 Km/h Fahrenden, unterstellst.

... weil ich, bis auf 15000km p. a. Priusfahren, nicht mobil bin, wenig Fleisch esse und mein Geld für teure aber energetisch wenig aufwendige Produkte aufwende (Qualität statt Quantität). Ich beziehe ironischerweise 100% Wasserkraft-Strom.
Das mit Abstand aller, aller Wichtigste für den CO2-Austoß: Ich habe keine Kinder gezeugt.
Du fährst trotzdem 15000 Km im Jahr, isst, wenn auch wenig, Fleisch und fährst (fliegst?) vermutlich auch in den Urlaub. So wie andere ab und zu mal Tempo 130 fahren, obwohl sie darauf verzichten könnten, behältst du dir auch einige Annehmlichkeiten vor. Dem Klima ist es völlig wurscht, für wie "berechtigt" jemand seinen CO2-Emission hält.

...wollte ich noch einmal ganz besonders darauf hinweisen, welch hohes Potential an CO2-Einsparung in der Fahrweise auf der Autobahn steckt. Weil das Potenzial so extrem hoch ist, muss jeder, der sich wirklich Sorgen um seinen CO2-Ausstoß macht, hier konsequent handeln.Ja, völlig richtig. Da bin ich ganz bei dir. Aber ebenso müsste dieser sich Sorgen machende auf Urlaub per Flugzeug, Kreuzfahrten, Fleisch und jede Freizeitbeschäftigung verzichten, die unnötig CO2 ausstößt. Wir brauchen aber nicht darüber zu diskutieren, wie praxisnah das ist...

Ich will in keiner Weise das schnelle Autofahren verteidigen. Nichts läge mir ferner. Aber deine Konzentration auf das Einsparpotential durch 90 Km/h halte ich für etwas schmalbandig - und gefährlich ("und ab hinter den LKW").

Unterm Strich muss man die Gesamtbilanz jedes Menschen bewerten, denn nur die zählt. Wer kein Fleisch isst und keine Kinder gezeugt hat und auf's Fliegen verzichtet, hat noch immer eine weitaus bessere CO2-Bilanz, wenn er mal Tempo 130 fährt (noch dazu mit einem Prius... ), als jemand, der all dies tut und dafür mit Tempo 90 unterwegs ist.
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#551360
Aw: Klartext zum Klimawandel 17.08.2019 10:13 - vor 1 Monat  
Wir brauchen beides, um die Kurve noch kriegen zu können, CO2-Einsparung plus Aufforstung.

Die Entwicklung sieht aber ganz gegenteilig aus. Die Wälder werden weniger und der weltweite CO2-Ausstoß steigt immer noch von Jahr zu Jahr.
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#551417
Aw: Klartext zum Klimawandel 17.08.2019 13:44 - vor 1 Monat  
@Haehnchen


"Mich schert mein CO2-Ausstoß nicht." bedeutet, dass ich hier nur naturwissenschaftlich-technische Aspekte zu CO2-Ausstoß und Energie mache.
Ich selbst will meinen CO2-Ausstoß gar nicht reduzieren, weil ich das CO2 in der Atmosphäre und den Klimawandel für keine Bedrohung halte.

Mich interessiert aber Energie, Energieeffizienz und die Aussagen der Klima-Institutionen (letzteres, weil die Politik neuerdings dadurch stark beeinflusst wird). Einfach aus der Sicht eines Wissenschaftlers. Ich schaue mir z.B. momentan die neuesten Veröffentlichungen von dem Treffen von Fridays for Future Europe in Lausanne an.

Und da ist meine Einschätzung:
Deine geäußerten Verzichtsabsichten sind nicht ausreichend um das 2-Grad Ziel, welches im Pariser Abkommen (IPCC, gefordert auch von FFF) festgelegt wurde, zu halten. Wenn alle so leben würden, dann reicht es bei weitem nicht. Das sagen die Zahlen, die dort veröffentlicht werden. Einfach nur nicht Fliegen und den Ausstoß im Alltag und beim Wohnen etwas reduzieren, reicht nicht.

Und damit fällst du sehr wohl in der obskuren Kategorisierung der Klimaschützer in eine (wenn auch weniger kritische) Kategorie des Klimaleugners. Du sagst, es sei dir nicht zumutbar deinen Abdruck wirklich ganz deutlich zu senken. "Aber ich muss doch". Nein, dein (unser aller) CO2-Budget ist praktisch aufgebraucht für das 2-Grad-Ziel (IPCC, Pariser Abkommen).

Die Bundesregierung argumentiert doch genau so, wie du. "Man muss doch" und "Man kann doch nicht die Arbeitsplätze in der Kohleindustrie von jetzt auf gleich vernichten". Diese Kohle-Menschen haben nämlich genau so alltägliche Bedürfnisse, wie du und ich. Die sagen genau so "wir haben Sachzwänge".

Tut mir leid, wenn dir das so noch nicht bewusst ist.

Bloß noch einmal zu den Zahlen von mir: Wie gesagt, 15000km mit dem Prius ist alles, was ich an Mobilität im Jahr habe (wobei auch häufig nicht alleine im Auto). Ich Fliege nicht, ich fahre nicht mit dem Schiff, ich fahre nicht mit der Bahn.
dukesim
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#551504
Aw: Klartext zum Klimawandel 18.08.2019 10:16 - vor 1 Monat  
dukesim schrieb:
Ich selbst will meinen CO2-Ausstoß gar nicht reduzieren, weil ich das CO2 in der Atmosphäre und den Klimawandel für keine Bedrohung halte.Okay, das ist bei mir so nicht angekommen. Wenn du eine andere Meinung vertrittst, als die große Mehrheit der Klimawissenschaftler, dann macht es wenig Sinn, dieses Thema weiter zu beackern.

Einfach nur nicht Fliegen und den Ausstoß im Alltag und beim Wohnen etwas reduzieren, reicht nicht.Dem würde ich auch nicht widersprechen. Aber es ist besser, als gar nichts. Zumindest habe ich so viel, wie ich für vertretbar halte, getan. Ignorieren der Problematik ist keine Option - auch wenn ich keine Chance erkenne, dass die Menschheit die Sache heil übersteht.

Und damit fällst du sehr wohl in der obskuren Kategorisierung der Klimaschützer in eine (wenn auch weniger kritische) Kategorie des Klimaleugners.Noch einmal: An welcher Stelle habe ich den menschengemachten Klimawandel geleugnet?

Du sagst, es sei dir nicht zumutbar deinen Abdruck wirklich ganz deutlich zu senken. "Aber ich muss doch". Nein, dein (unser aller) CO2-Budget ist praktisch aufgebraucht für das 2-Grad-Ziel (IPCC, Pariser Abkommen).Ich unterscheide zwischen meinem und unser aller Budget! Ich fliege nur selten in den Urlaub, pflege keine energieintensiven Hobbys, fahre ausschließlich mit dem Fahrrad zur Arbeit, esse kein Fleisch, achte beim Einkaufen auf Regionalität und biologischen Anbau, fahre ein 4-Liter-Auto ( ), und das auch nur wenig - und ich habe keinen Nachwuchs in die Welt gesetzt. Damit dürfte mein CO2-Fußabdruck erheblich kleiner sein, als der des Durchschnitts. Auf's Wohnen und Heizen kann ich aber nicht verzichten. Wenn der Rest des Volkes nachgezogen hat, würde ich mich wieder am Zuge sehen. Dass das aber nicht passieren wird, dürfte klar sein.

Die Bundesregierung argumentiert doch genau so, wie du. "Man muss doch" und "Man kann doch nicht die Arbeitsplätze in der Kohleindustrie von jetzt auf gleich vernichten". Diese Kohle-Menschen haben nämlich genau so alltägliche Bedürfnisse, wie du und ich. Die sagen genau so "wir haben Sachzwänge".Stimmt, das ist durchaus vergleichbar. Im Gegensatz zu mir hat die Bundesregierung aber die Möglichkeit, den wenigen Menschen, die noch in der Kohleindustrie arbeiten, einen finanziellen Ausgleich zu zahlen. Und zwar auf Basis einer einfachen Rechnung: Was kostet uns heute eine Entschädigung der Arbeiter im Gegensatz zu den Kosten, die zukünftig durch den Klimawandel auf uns zukommen. Regierungen haben ganz andere Möglichkeiten, als Einzelpersonen.

Tut mir leid, wenn dir das so noch nicht bewusst ist.Eines ist mir bewusst, und das habe ich auch schon gepostet: Wir steuern offenen Auges in den Abgrund. Dazu brauche ich keine weitere Gutachten und Gegengutachten. Ich nehme nur wahr, wie die Menschheit (in den klimarelevanten Industrienationen) mit dem Klimawandel umgeht. Auf einen Nenner gebracht: Es gibt praktisch keine Reaktionen, die wirklich etwas verbessern würden.

Die Zahl der weltweiten Flüge steigt weiter an, ein neues Kreuzfahrtschiff nach dem anderen wird gebaut und die Passagierzahlen steigen stetig, endlose Debatten um den Kohleausstieg ohne wirkliche Fortschritte, mehr Kraftfahrzeuge als jemals zuvor auf Deutschlands Straßen, die Lkw-Staus werden täglich länger, der weltweite Fleischverbrauch steigt, die Polkappen schmelzen, ein Artensterben, wie es das zu Zeiten der Menschheit noch nie gegeben hat, Jair Bolsonaro holzt in einem aberwitzigen Tempo den Regenwald ab ohne dass es vonseiten der Weltgemeinschaft Sanktionen gibt - und wir werden immer mehr und mehr und mehr Menschen...

Wenn ich dann noch Stastistiken zum länderbezogenen CO2-Ausstoß sehe, aus denen hervorgeht, dass Deutschland kaum von Bedeutung ist, verglichen mit China, Indien und den USA, kann einem schon schlecht werden.
Bloß noch einmal zu den Zahlen von mir: Wie gesagt, 15000km mit dem Prius ist alles, was ich an Mobilität im Jahr habe (wobei auch häufig nicht alleine im Auto). Ich Fliege nicht, ich fahre nicht mit dem Schiff, ich fahre nicht mit der Bahn.Ich fahre halb so viel mit dem Prius. Trotzdem Glückwunsch! Dein CO2-Fußabdruck dürfte deutlich besser sein, als der des (Deutschen) Durchschnitts - auch wenn du den für keine Bedrohung für das Klima hältst.
Haehnchen
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Anstatt sich Sorgen darüber zu machen, dass die Pole bald eisfrei sind, wird erwogen, Grönland zu kaufen.
Ohne Schnee und Eis kann man das Land viel besser auspressen. Da ist bestimmt noch Kohle zu machen, bevor alles den Bach runter geht.
--Meinung eines prominenten Politikers--

Gruß
Helmut
ellert_de
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