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THEMA: Radfahrer und Autofahrer
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#484484
Aw: Radfahrer und Autofahrer 09.08.2018 09:03 - vor 1 Woche, 2 Tagen  
In euren Kommentaren lese ich immer wieder vom Konflikt, dass Autofahrer eh immer nur die Fehler von Radfahrern sehen und umgekehrt.
Deshalb, ich fahre übrigens beides und Rad nicht wenig, werde ich meine Erfahrungen anders vermitteln, und zwar als

1. Radfahrer und Fußgänger von Radfahrern und als

2. Autofahrer und Motorradfahrer von Kraftfahrzeugfahrern (keine Gefährdungshaftung da gleichgestellt).

Damit ist dann auch die ARgumentation weg wie:"Aber du bist ja im geschützten Auto", Gefährdungshaftung etc., das gilt dann einfach nicht mehr. Ich denke, die Argumente sind dann schlagender.

zu 1.
- Radfahrer erkennen ihre Haltepflichten fast immer nicht. Wenn ein Radstreifen endet, dann hat der Radfahrer zu halten, falls ein anderes Fahrzeug den kommt.

-Radfahrer halten sich wenig an rechts vor links (mangels Wissen oder aus Ignoranz)

- Radfahrer ignorieren meistens Stoppschilder. Rennradfahrer IMMER.

- Rennradfahrer gehen oft beim Abbiegen auf volles Risiko, nur um nicht aus den Klicks zu müssen.

-Radfahrer manchmal, Rennradfahrer sehr oft ignorieren Fußgänger oft beim Zebrastreifen. Viele Radfahrer und alle Rennradfahrer halten keinen Abstand beim Überholen und Vorbeifahren ein. Die mind. 1,5m gelten auch für sie.

- Radfahrer, keine Rennradfahrer, fahren auf der falschen Straßenseite gegen die Fahrtrichtung. Wie blöd muss man dazu sein.

- Radfahrer, keine Rennradfahrer, fahren auf Gehsteigen und regen sich lauthals manchmal auf, dass man als Fußgänger da im Weg steht.

- Radfahrer, keine Rennradfahrer, fahren über Zebrastreifen und regen sich auf, wenn Fußgänger da im Weg rumstehen oder wenn längs fahrenden Radfahrer ihnen dann den "Vorrang" nehmen, in dem sie nicht stehen bleiben.

-Radfahrer, fast keine Rennradfahrer, fahren oft ohne Beleuchtung, dafür dann aber auf dem Gehsteig um die Gefahr zu kompensieren.

Das regt mich als Radfahrer und Fußgänger sehr auf. Ich hätte tägliche einige Unfälle und manchmal wahrscheinlich extreme, wenn ich nicht als Fußgänger und Radfahrer zurückziehen würde.

zu 2.
- wenige Autofahrer, die Stoppschilder missachten.

- sehr wenige Autofahrer, die mich bei ihrem Linksabbiegen übersehen.

- sehr wenige Autofahrer, die rechts vor links nicht checken.

- viele junge "Fachkräfte" und Halbstarke, die es durch Feldkirch nicht checken, dass auch Nachts 50kmh gelten und mich mit ihren Virilitätsbombern dann über Sperrlinien auf der Reichstraße überholen müssen. Würde ich da als Autofahrer nicht auf die Bremse oft gehen, würden die in der Verkehrsinsel, die oft da in der Mitte der Fahrbahn steht, hängen.

- Motorradfahrer, davon meistens die Chopper Fahrer, davon meistens die, die mit Zollgewinde herumfahren, die manipulierte Auspuffanlagen haben und Sound mit Lärm für alle anderen verwechseln.

- manche Motorradfahrer, die nichts von 1,5m Abstand beim Überholen von anderen Verkehrsteilnehmern (Auto und anderes Motorräder) wissen.

- wenige Autofahrer die einfach nicht blinken.

- wenige Autofahrer, die bei in mehrspurigen Kreisverkehren einfach nicht checken, dass SIE warten müssen, um die Spur zu wechseln, SIE Nachrang haben.

- viele Raucher in Autos, die alles was sie qualmen durchs Fenster entsorgen.

Würde ich als Autofahrer nicht zurückziehen, hätte ich den einen oder anderen Unfall im Monat.

Was mir am Vergleich auffällt ist, dass ich bei Autofahrern manchmal, bei Radfahrern täglich Unfälle (Mehrzahl) hätte.

Die Anzahl der Übertretungen, die ich von Radfahrern als Fußgänger und Radfahrer erlebe ist haarsträubend.

Die Anzahl, der Übertretungen, die ich als Autofahrer oder Motorradfahrer von Auto- und Motorradfahrern erlebe ist selten im Verhältnis zu der, die sich richtig verhalten.

Ich finde deshalb, dass man bei Kraftfahrzeugen gleich kontrollieren und sanktionieren soll wie bisher, ABER bei Radfahrern extremer Nachholbedarf besteht. Keine 20 Euro Strafen, volle Härte wie bei Kraftfahrzeugen müsste angesagt sein. Da wäre auch viel Geld dann zu holen.

Ich rege mich als Radfahrer über Radfahrer viel öfters auf, als als Kraftfahrer über Kraftfahrer.


OLI
ollli
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Letzte Änderung: 09.08.2018 09:31 von ollli.
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#484485
Aw: Radfahrer und Autofahrer 09.08.2018 09:44 - vor 1 Woche, 2 Tagen  
Hallo Olli,

interresante Aufstellung, die aber so leider nur teilweise aus eigener Erfahrung unterschreiben kann.

Ich denke aber, dass es hier goße Unterschiede gibt, je nachdem wo man sich bewegt. Meine abweichenden Erfahrungen (Raum Augsburg) sind:
Radfahrer, fast keine Rennradfahrer, fahren oft ohne Beleuchtung, dafür dann aber auf dem Gehsteig um die Gefahr zu kompensieren.Vor allem Rennradfahrer fahren ohne Beleuchtung, aber dann natürlich nicht auf dem Gehsteig.

sehr wenige Autofahrer, die rechts vor links nicht checken.Die meisten Autofahrer ignorieren rechts vor links ebenso wie die Radfahrer.

wenige Autofahrer die einfach nicht blinken.Wenige Autofahrer die überhaupt blinken. Und wenn dann erst so spät, dass die Info nicht mehr sinnvoll genutzt werden kann. Insbesondere beim rechts abbiegen oder beim Ausfahren aus dem Kreisverkehr. Ganz über sind die Rechtsabbieger an der Ampel, die erst wenn es grün wird beim losfahren zu blinken beginnen. Wie soll ich mich als Radfahrer am Radweg auf so einen einstellen? Meine Lösung als Radler ist es grundsätzlich zu bremsen, obwohl ich Vorfahrt hätte. Das baut ordentlich Frustpotential auf

Was mir am Vergleich auffällt ist, dass ich bei Autofahrern manchmal, bei Radfahrern täglich Unfälle (Mehrzahl) hätte.

Bei mir ist es so, dass ich als Radfahrer nur extrem selten Probleme mit anderen Radlern habe, weil diese Verkehrsregeln nicht beachten.

Schon etwas öfter habe ich Probleme mit Fußgängern, die plötzlich auf den Radweg torkeln.

Und täglich wäre ich in Lebensgefahr, wenn ich davon ausgehen würde, dass sich die Kraftfahrer regelkonform verhalten würden.

Als PKW Fahrer habe ich tatsächlich vernachlässigbar wenig Probleme mit allen anderen Verkehrsteilnehmern, auch wenn sich diese nicht regelkonform verhalten.

Das liegt wohl in erster Linie daran, dass unsere Verkehrsführung so gestaltet ist, dass Kraftfahrzeuge möglichst ungehindert voran kommen. Alle anderen Verkehrsteilnehmern werden dem Kraftverkehr untergeordnet.

Ich finde deshalb, dass man bei Kraftfahrzeugen gleich kontrollieren und sanktionieren soll wie bisher, ABER bei Radfahrern extremer Nachholbedarf besteht. Keine 20 Euro Strafen, volle Härte wie bei Kraftfahrzeugen müsste angesagt sein. Da wäre auch viel Geld dann zu holen.
Da bin ich anderer Meinung. Es ist schon sinnvoll die Höhe der Sanktionen und deren Durchsetzung daran zu bemessen, wie groß der durch den Verkehrsteilnehmer möglicherweise verursachbare Schaden ist.

Bei Radlern sind die meist nur Ärgernisse für andere Teilnehmer oder Gefahren für das eigene Leben.

Bei Kraftfahrzeugen ist die mögliche Schadenshöhe aufgrund der Fahrzeugmasse und den Geschwindigkeiten um Größenordnungen höher, daher auch strenger zu kontrollieren und bei Verstößen zu sanktionieren.

Grüße
Thomas
ttha
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